Statt Volksschule Mega-Islam-Schul-Campus in Floridsdorf mitten auf Pragerstraße

Jahrelang wurde diskutiert, in wenigen Wochen ist es so weit: Die „Private Islamische Volksschule“ übersiedelt mit Beginn des neuen Schuljahres von der Ullmannstraße 63 im 15. Bezirk nach Floridsdorf. Aber nicht nur das: Am völlig ungeeigneten Standort Ecke Pragerstraße 124 / Guschelbauergasse soll ein Mega-Islam-Campus entstehen. Bereits ab Herbst soll zusätzlich zur Volksschule eine weiterführende Schule (Gymnasium/WMS) starten. WIFF – Wir für Floridsdorf lehnt diese Ausweitung durch die Hintertür ab: „Nicht etwa, weil es eine islamische Schule ist. Der Standort an der Pragerstraße ist für eine solche Mega-Schule komplett ungeeignet, weil er direkt an einer Hauptverkehrsstraße ohne jede schuladäquate Infrastruktur liegt.“

Islam-SchuleWIFF hat bereits 2012 auf die völlige Ungeeignetheit des Standortes an einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße für den Bau einer derart großen Schule hingewiesen. Aber SPÖ, Grüne und ÖVP haben im Wiener Gemeinderat einer Umwidmung des gegenständlichen Grundstücks von Bauklasse II auf Bauklasse IV zwecks Errichtung einer Islamschule zugestimmt. Auch im Floridsdorfer Bezirksparlament gab es eine Mini-Zweistimmen-Mehrheit, vor allem dank Rot-Grün.

Und nun steht fest, dass im September nicht nur die Volksschule eröffnet wird (und auch Vorschüler), sondern auch gleichzeitig ein Gymnasium/WMS starten wird. Dafür hat der Trägerverein in den letzten Monaten fleißig Lehrer gesucht. „Damit entsteht in Floridsdorf plötzlich ein Mega-Islam-Schulen-Campus. Fakt ist, dass in der künftigen Schule rund 400 Kinder unterrichtet werden. Und Fakt ist auch, dass diese Schule – übrigens ohne jede Grünfläche – direkt an einer Hauptverkehrsstraße stehen wird. Wenn nur 100 Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und auch wieder abholen, sind das Chaos und die starke Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit vorprogrammiert. Und nicht zuletzt ist Fakt, dass das künftige Schulgebäude ganztägig der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist“, so die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.

“Man denke nur an die derzeitigen Sommertemperaturen, dann kann man sich leicht vorstellen, unter welchen Verhältnissen die Kinder lernen müssen. Denn Fenster wird man wegen des Verkehrslärms nicht öffnen können”, so die beiden Bezirksräte. WIFF-Parteiobmann BR Hans Jörg Schimanek: “Ein Schulstandort an einer derart neuralgischen Stelle, direkt an einer stark frequentierten Hauptverkehrsader Floridsdorfs, ist nicht zu akzeptieren. Abgesehen von den zu erwartenden Verkehrsbeeinträchtigungen ist es den Schulkindern unzumutbar, bei massiven Lärmbelästigungen durch Pkw, Lkw, Busse und Straßenbahn unterrichtet zu werden. Dies würde bedeuten, dass auch während der heißen Jahreszeit die Fenster der Klassenzimmer geschlossen bleiben müssen, wodurch es durchaus zu Gesundheitsschäden kommen könnte”.

Sogar die Floridsdorfer SPÖ-Gemeinderätin Susanne Bluma hat in einer Aussendung zugegeben, dass es ein “morgendliches und abendliches Verkehrschaos geben könnte” …

Ossi Turtenwald: “Wir haben sogar ein ideales Grundstück für einen Schulbau mit Anbindung an Bus, Straßenbahn und S-Bahn in Strebersdorf angeboten. Die vom Gemeinderat mehrheitlich getroffene Entscheidung lässt aus meiner Sicht nur noch den Schluss zu, dass die meisten Herrschaften im Gemeinderat den gegenständlichen Standort überhaupt noch nie gesehen haben. Umso trauriger ist es, dass hier die Floridsdorfer Vertreter – etwa Frau Bluma oder Herr Spitzer (GR und SP-Bezirksparteisekretär) – gegen die Vernunft und vor allem gegen die Interessen des Bezirkes mit entschieden haben, statt ihre Kollegen von der ihnen durchaus bekannten Unsinnigkeit eines Schulstandortes in der Prager Straße zu überzeugen. Traurig ist letztlich auch, dass sie gegen die Interessen und Sicherheit der künftigen Schüler gehandelt haben.”

 

 

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