Steinheilgasse: Weil Shell-Konzern säumig ist, müssen Kleingärtner ab Mittag im Schatten leben.

Die Shell-Sportanlage in der Steinheilgasse/nächst Leopoldauerstraße ist für Fußball-, Tennis- und Badesportler ein wahres Schmuckkasterl. Die Kleingärtner hingegen, die im Kleingartenverein an der Heingasse an der Grundgrenze zum Shell-Gelände ihre schmucken Gärten pflegen, hadern mit dem Erdölkonzern. Denn die in die Gartenbereiche überhängenden Bäume der Sportanlage rauben den Kleingärtnern ab Mittag jeden Sonnenstrahl.

„2015 hat Shell nach einer Intervention der Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ferdinand Lesmeister reagiert und den Schnitt der Bäume veranlasst, seither ist aber trotz damaliger Zusagen nie mehr etwas geschehen. Zudem wird wegen Fehlens einer Gitter- oder Netzkonstruktion hinter dem nahen Fußballtor die Holzplanke zu unseren Gärten durch Fehlschüsse der Kicker immer desolater, oftmals fliegen die Bälle auch in unsere Gärten“, ärgern sich Brigitte und Josef Knakal über Untätigkeit und nicht eingehaltene Zusagen von Shell.
 
Nach einem Lokalaugenschein haben die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald jetzt an Shell das dringende Ersuchen gerichtet, die Mißstände zu beseitigen. „Der Shell-Sportverein selbst ist finanziell dazu nicht in der Lage, hingegen würden der für eine Sanierung der Mißstände erforderliche Geldbetrag bei der Österreich-Tochter des Ölmultis Shell wohl nicht einmal in deren Portokassa fehlen“, so die beiden Bezirkspolitiker.