Stellungnahme von Jugend am Werk

Sehr geehrter Herr Schimanek,

In Ihrem Artikel  http://www.wiff21.at/nach-vertuschung-des-geplanten-fluechtlingszentrums-siemensstrasse-wiff-fordert-ruecktritt-von-bezirksvorsteher-papai/ vom 14. Jänner 2016  sowie auch auf der Facebook-Seite https://www.facebook.com/WiFF21/ behaupten Sie, dass die Organisation „Jugend am Werk“ auf dem Gelände der Siemensstraße kostenlose Umbauarbeiten durchführt und damit Fachfirmen um Aufträge umfallen. Diese Behauptung ist unwahr und wir ersuchen Sie um eine Richtigstellung.

 

Die Jugend am Werk Berufsausbildung für Jugendliche GmbH hat von 2010 bis 2015 in einigen Gebäudeteilen an der Adresse Siemensstraße 89 Jugendliche im Auftrag des AMS ausgebildet. Mit 31. Dezember 2015 endete das Mietverhältnis und wir waren vertraglich verpflichtet, in den genutzten Räumlichkeiten entsprechende Rückbau- und Instandsetzungsarbeiten vorzunehmen.

 

Diese Rückbau- und Instandsetzungsarbeiten fanden auch im Bereich der Wäscherei im Objekt 13 statt und nachdem wir von der Nachnutzung des Gebäudes als Flüchtlingsquartier erfahren haben, haben wir dem Arbeitersamariterbund als Betreiber angeboten, in diesem einen Raum anschließend an die Rückbauarbeiten auch Trennwände aufzustellen und die Adaption der bestehenden Sanitärinstallation für die zusätzlich benötigten Duschen vorzunehmen.

Hier handelt es sich um eine gute Gelegenheit für Lehrlinge, ihre praktischen Kenntnisse zu erproben und dieser Zusatzauftrag wird natürlich mit dem Arbeitersamariterbund verrechnet!

 

Zudem werden zahlreiche andere Aufträge (etwa das Verfliesen) an diesem Standort sehr wohl durch Fachfirmen durchgeführt!

Mit freundlichen Grüßen,

Wolfgang Bamberg

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ANTWORT VON HANS JÖRG SCHIMANEK:

Sehr geehrter Herr Mag. Bamberg,

gerne werden wir Ihr Schreiben bei uns veröffentlichen. Allerdings weise ich darauf hin, dass diese Infos von Ihrem Werkmeister stammen, der die Jugendlichen bei Ihrer Tätigkeit beaufsichtigt hat. Dieser hat vor mehreren Zeugen (Mietervertreter Gerhard Doppler, Anrainer Komm.-Rat Erhard Frey und ein Team der Kronenzeitung und meine Wenigkeit) auf Befragen erklärt, die Arbeiten dienten Ausbildungszwecken und würden kostenlos durchgeführt. Lediglich die Materialkosten würden erstattet und die Lehrlinge würden ohnehin ihre Lehrlingsentschädigung erhalten. Nun erscheint es auch mir wichtig, dass den Jugendlichen eine gute Ausbildung zu Teil werden sollte – hiezu sind aber doch die Lehrwerkstätten gewidmet. Keinesfalls darf es angehen, dass den vielen Professionisten, die Arbeitsplätze erhalten und schaffen sollen und auch nicht gerade geringe Steuern berappen müssen, Aufträge entgehen.

Dem Team von Jugend am Werk wünsche ich jedenfalls viel Erfolg bei ihrer Tätigkeit.

Freundliche Grüße, Hans Jörg Schimanek (Landesparteiobmann WIFF).