Straßenprostitution im Strebersdorfer Gewerbe- und Industriegebiet: Jetzt machen auch die Firmen gegen den „Strich“ mobil

Straßenprostitution im Strebersdorfer Gewerbe- und Industriegebiet: Jetzt machen auch die Firmen gegen den „Strich“ mobil. „Zeitliche Einschränkungen für die Prostituierten einfach lächerlich!“

Während sich im Floridsdorfer Bezirksparlament die Vertreter von SPÖ, ÖVP und Grünen mit den von der Polizei verordneten zeitlichen Einschränkungen zufrieden geben, erfährt WIFF – Wir für Floridsdorf bei seinen Bemühungen um ein absolutes Verbot der Straßenprostitution im Gewerbe- und Industriegebiet Strebersdorf nicht nur massive Unterstützung aus der Bevöllkerung, sondern nunmehr verstärkt auch durch die im gegenständlichen Bereich angesiedelten Unternehmen.

Abgesehen davon, dass in zahlreichen Betrieben die dort aufliegenden WIFF-Unterschriftenlisten gut ankommen, können die Firmeninhaber selbst auch der zeitlichen Beschränkung nichts abgewinnen. „Für uns alle bedeutet die örtliche Straßenprostitution ein gewaltiges Imageproblem, auch unsere Liegenschaften werden dadurch massiv entwertet“, so zwei Unternehmer im Gespräch mit den beiden WIFF-Bezirksräten Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Zugleich ersuchten Sie, von der Nennung ihrer Namen bzw. Firmen keinen Gebrauch zu machen. „Wir wollen tunlichst vermeiden, dass bei uns Ähnliches passiert, wie in der Brünner Straße“ (dort endete 2012 unweit der Filiale von XXXLutz der Streit zweier Zuhältergruppen mit der völligen Einäscherung eines Bordell-Neubaues, Anm.).

„Wir haben grundsätzlich nichts gegen das ‚Älteste Gewerbe der Welt‘, aber in der heutigen Zeit darf es allein schon aus hygienischen Gründen keine Straßenprostitution mehr geben. Wir werden mit Unterstützung der Floridsdorfer Bevölkerung alles dazu tun, dass es spätestens nach der kommenden Wahl 2015 zu einer Änderung des Wiener Prostitutionsgesetzes kommt und die Tätigkeit der ‚Liebesdienerinnen‘ ausschließlich auf Laufhäuser, Bordelle und einschlägige Saunaclubs beschränkt wird. Kurzfristig könnte jedenfalls der gesamte Bereich laut Wiener Prostitutionsgesetz zum Sperrgebiet mit einem Totalverbot der Prostitution erklärt werden, eine solche Forderung müsste allerdings von der Politik an die Polizei herangetragen werden“, so WIFF-Parteiobmann Schimanek abschließend.

WIFF – Wir für Floridsdorf erwartet sich  jedenfalls bis zum Abschluss der Unterschriftenaktion Ende Oktober – so wie beim erfolgreichen Protest gegen die damals geplante Schließung der Polizeiinspektion – deutlich
mehr als 10.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner.

 

Wer sich für ein komplettes Sperrgebiet in Strebersdorf einsetzen will oder der Polizei einfach seine/ihre Meinung kundtun will, oder sich beschweren will hier die Mail-Adresse der Polizeiinspektion Floridsdorf nochmals zum allfälligen Gebrauch:

lpk-w-pi-21-hermann-bahr-str@polizei.gv.at

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