Straßenprostitution in Strebersdorf: Tankstellenpächter von Zuhälter attackiert – Firmeninhaber und Anrainer der Umgebung gehen auf die Barrikaden

Die Straßenprostitution in Strebersdorf ufert aus: Firmeninhaber und Anrainer der Umgebung gehen jetzt auf die Barrikaden. Morgen (13. August) empfängt der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Papai eine Delegation von Strebersdorfer Firmen und Anrainern. Und: Sogar schwangere Mädchen werden von ihren Zuhältern zur „Arbeit“ in Strebersdorf angehalten.
„Für uns kommt nur eine Lösung des Problems infrage: Die Straßenprostitution im Gewerbe / Industriegebiet und Umgebung muss weg!“, lautet die einhellige Forderung der dort ansässigen Firmeninhaber und Bewohner der Umgebung. In jüngster Zeit ufert die Szene aus, ein Tankstellenpächter wurde angeblich sogar von einem Zuhälter attackiert, weil der an die ‚Illustre Gesellschaft“ vor seiner Tankstelle nichts mehr ausschenken wollte.

Tankstellenpächter: „Wurde nicht attackiert!“

Der Pächter der Tankstelle in der Einzingergasse widerspricht nunmehr Gerüchten, wonach er von einem Zuhälter attackiert worden sein. Er habe sich weder bedroht gefühlt, noch sei er attackiert worden. „Die Prostituierten und deren Zuhälter benehmen sich so wie ganz normale Kunden!“, so der Tankstellenpächter zur Kronenzeitung. Aber er ist ebenfalls für ein Verbot von Straßenstrich in Wien.

„Es ist höchste Zeit, dass die Politik hier tätig wird und der Polizei die Möglichkeit gibt, den gesamten Bereich zwischen Marchfeldkanal und Scheydgasse zum Sperrgebiet zu erklären“, fordern die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Sie sehen sich seitens betroffener Anrainer und Firmen tagtäglich mit mehr Ersuchen um Unterstützung konfrontiert.

Sogar schwangere Mädchen werden von ihren Zuhältern zur "Arbeit" in Strebersdorf angehalten. Diese Frau geht tagtäglich in der Autokaderstraße ihrem Gewerbe nach..

Sogar schwangere Mädchen werden von ihren Zuhältern zur „Arbeit“ in Strebersdorf angehalten. Diese Frau geht tagtäglich in der Autokaderstraße ihrem Gewerbe nach.

„Der Verweis von Bezirksvorsteher Papai, die Marchfeld-Betriebsgesellschaft und die MA 48 hätten ohnehin erst kürzlich den gesamten Bereich gereinigt, ist an Peinlichkeit nicht zu übertreffen. Wie kommen die Steuerzahler dazu, die Beseitigung diverser gebrauchter Utensilien von Prostituierten und deren Freiern zu finanzieren?, ärgern sich die beiden Bezirkspolitiker.

„Für uns kommt die von Papai vorgeschlagene ‚zeitliche Beschränkung‘ des Straßenstrichs in Strebersdorf jedenfalls nicht infrage. Vielmehr muss der gesamte Bereich zwischen Marchfeldkanal, Autokaderstraße, Scheydgasse und Umgebung zum Sperrgebiet erklärt werden. Wer in Wien glaubt, der Prostitution nachgehen zu müssen, der soll dies in einem der unzähligen Laufhäuser oder Bordellen praktizieren!“, so Schimanek und Turtenwald  abschließend.