Strebersdorf: Eisenbahnersiedlung als „Stiefkind“ der Stadtgärtner.

Die Eisenbahnersiedlung ist – oder besser gesagt könnte – eine geglückte Symbiose zwischen einer Wohnsiedlung und vielen Grünflächen darstellen. Leider werden die schmalen Gassen aber immer häufiger von ortsfremden „S-Bahn-Parkern“ oder als Schleichweg genutzt. „Dazu kommt noch, dass wir offenbar ein Stiefkind der Stadtgärtner sind“, ärgert sich Siedlungsbewohner Ernest P. im Gespräch mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, den er zum „Fotoshooting“ u. a. durch die Stowassergasse und die Bonitzgasse führt. „In der Stowassergasse hat man zwar jüngst zwei kleine Bäumchen gesetzt, fünf weitere nach der Rodung von Altbäumen zur Neupflanzung vorgesehene Stellen wurden aber leider vorläufig ausgespart. Für mehr sei im derzeitigen Budget kein Geld vorgesehen, hat man mir gesagt“, so Ernest P.

Der Grünstreifen entlang der Bonitzgasse wiederum scheint von der MA 42 seit Jahren überhaupt unberührt geblieben sein. Dort wuchern dicke Lianen bis in die Kronen der alten Bäumchen und Sträucher und nehmen Stämmen und Ästen nach und nach den erforderlichen Lebensraum. „Hier läuft etwas schief bei der Projektierung der erforderlichen Arbeiten!“ ist Schimanek überzeugt. „Solche Bereiche sollten nicht in kleinen Etappen, sondern stets in einem Zug abgearbeitet werden. Damit würde man viel Geld einsparen. Hier bedarf es für die MA 42 offenbar einer intensiven Logistik- und Finanzgebarungsschulung!“