Strebersdorf: Straßenstrich ufert aus – Belästigungen von Passanten und unappetitlicher Dreck an der Tagesordnung

Strebersdorf: Straßenstrich ufert aus. Belästigungen von Passanten und unappetitlicher Dreck an der Tagesordnung. WIFF fordert SPÖ, ÖVP und Grüne auf, endlich einem Sperrgebiet zuzustimmen!


Mit dem Frühlingswetter sind auch die Damen am Strebersdorfer Strich wieder erwacht – und es werden immer mehr. Die Zahl der Beschwerden bei WIFF  häufen sich.  Erst vor einigen Tagen wurde ein junges Mädchen, dass bei der Schnellbahnstation auf ihre Mutter gewartet hat, belästigt. Und beide als Draufgabe beim Heimfahren von Prostituierten beschimpft!

Anbei auch die polizeiliche Verordnung für den Strebersdorfer Strich. – Laut Wiener Prostitutionsgesetz kann die Polizei über Antrag – etwa eines Bezirkes – im Falle von berechtigten Beschwerden ein Gebiet zur Sperrzone erklären.

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Unappetitliche einschlägige Utensilien auf den Gehsteigen.

Hauptbeschwerdepunkte der betroffenen Bevölkerung: Wer von der S-Bahn-Station „Strebersdorf“ oder der Straßenbahnhaltestelle „Rußbergstraße“ in die Gemeindebauten und Siedlungsgebiete an der Autokaderstraße oder in die Schwarzlackenau (ab 19 bzw. 20 oder 22 Uhr / siehe Verordnung) nach Hause geht, wird in jedem Fall von Dirnen, Zuhältern oder Freiern aggressiv angemacht. Dazu kommt noch die skandalöse Verschmutzung (gebrauchte Kondome, verdreckte Papiertaschentücher, blutige Tampoos etc.). Besonders ekelig: Es gibt im Strichbereich weder WC noch Waschgelegenheit.

Insgesamt hat WIFF bei der U-Aktion gegen den Straßenstrich in Strebersdorf 6.287 Unterschriften mit Name und Adresse erreicht – viel dazu beigetragen haben auch die im Strichgebiet angesiedelten Firmen. Einige Firmen haben ihre Eingangsbereiche bereits durch Mauern oder Zäunen vor den nächtlichen Besuchen der Dirnen und Freier geschützt, die ja in den Einfahrten ihr Geschäft verrichtet haben.

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Der orangefarbene Bus steht in der Autokaderstraße (Heimweg für viele Anrainer aus der Umgebung), ist innen mit einer Liegefläche und einer kleinen Minibar versehen und steht seit dem Vorjahr stets an der selben Stelle. Er ist sozusagen das Zentrum des Strichgebietes. Die Dirnen stehen in der Autokaderstraße, Scheydgasse, Strobogasse und vereinzelt in der Einzingergasse. Durch ihr aggressives Verhalten kommt es in der Einzingergasse (stark frequentierte Verbindung Donauuferautobahn – Prager Straße) oft zu plötzlichen Bremsmanövern.

Ziel von WIFF ist es, in Strebersdorf ein Sperrgebiet zu erreichen – Fernziel ist eine Änderung des Wiener Prostitutionsgesetzes – und zwar ein Verbot der Straßenprostitution. Dieses Gewerbe soll – auch im Interesse der Damen selbst – ausschließlich in Bordellen, Laufhäusern oder einschlägigen Saunaklubs betrieben werden dürfen. – Laut Polizei gibt es in Wien derzeit nur noch 70 bis 80 registrierte Straßendirnen.

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Zeigt den Eingang der Sozialstation des „Hilfswerkes“. Dort ist es Praxis, dass Leute gebrauchte Gegenstände nach Geschäftssperre im Eingangsbereich ablegen, die dann am nächsten Morgen von den Mitarbeitern geholt, sortiert und dann an bedürftige Personen weiter gegeben werden. Das Bild zeigt den „Tatort“ (schräg gegenüber dem „rollenden orangenen Puff“ nach einem der regelmäßigen Besuche der Prostituierten, die dort nach Brauchbarem suchen.

Die Resolution:

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