Strebersdorf: Wohnbau-„Pfusch“ lässt Anrainerhäuser beben.

Im wahrsten Sinne des Wortes wurden am Morgen des 6. März die Anrainer im Bereich der Baustelle Strebersdorfer Straße 141 in ihren Einfamilienhäusern aus den Betten „gerüttelt“.

Ohne Ankündigung war genau an der Ecke mit dem Mühlweg, wo von einem privaten Wohnbauträger ein Haus mit insgesamt acht Wohnungen errichtet werden soll, mit dem Einschlagen von Spundwänden begonnen worden. „Die Mauern unserer Häuser bebten, die Schränke zitterten und die Gläser in den Vitrinen klirrten“, berichteten empörte Anrainer dem um Hilfe ersuchten WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek vor Ort. Nicht bei allen waren wenige Wochen zuvor Beweissicherungen zwecks späterer Schadensfeststellungen vorgenommen worden.

 

Das Treiben war zum Glück aber schon nach wenigen Stunden zu Ende, denn ob des harten Untergrundes hatte der Bagger ein Spundwandelement zertrümmert, ein Versuch mit einem Tiefenbohrer wurde ebenfalls vorzeitig beendet.

 

„An dieser Baustelle hakt es gewaltig. Abgesehen davon, dass die Bestimmungen des Arbeitsinspektorates (z. B. Sicherheitshelmpflicht für Arbeiter usw.) nicht eingehalten werden, gäbe es für die Baubehörde zahlreiche Gründe zum Einschreiten. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage, wo sich die laut Bauordnung erforderlichen Parkplätze für acht Wohnungen befinden werden. Eine Tiefgarage ist bei dem Projekt jedenfalls nicht vorgesehen. Die behördliche Genehmigung für eine finanzielle Ablöse in diesem Gebiet wäre allerdings angesichts des akuten Parkplatzmangels nicht nachvollziehbar“, so Schimanek, nach dessen Erscheinen vor Ort sowohl ein Vertreter des Bauträgers wie auch die bis dahin dort tätig gewesenen Arbeiter ihre Tätigkeit eingestellt und die Baustelle heimlich, still und leise verlassen hatten. Der WIFF-Bezirkspolitker abschließend: „Jetzt ist die Baubehörde dringend am Zug!“