„Südmährenplatz“: Nach skandalöser Standortwahl flüchtet BV Papai in Halbwahrheiten

Der Skandal um die Standortwahl für einen von der Floridsdorfer Bezirksvertretung beschlossenen „Südmährenplatz“ ist um eine weitere Facette reicher: Nachdem eine solche Platzbenennung – WIFF und einige Medien berichteten – vorerst vom zuständigen Wiener Gemeinderatsausschuss wegen einer „möglicher Verärgerung der tschechischen Regierung“ abgelehnt und erst nach einer entsprechenden Belehrung und Zurechtrückung des „krusen Geschichtsbildes mancher rot&grüner Mandatare“ durch WIFF (O-Ton WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek) letztlich doch genehmigt worden war, versucht sich jetzt Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) mit Halbwahrheiten als Verteidiger seiner Genossen im Rathaus.

Weil WIFF massiven Protest gegen die Benennung der kaum 20 Meter langen und außerhalb der Öffnungszeiten des AGM-Abholmarktes bzw. an Wochenenden geschlossenen Zufahrt bei der Winkeläckerstraße eingetreten war, schwadroniert Papai in der „Floridsdorfer Bezirkszeitung“ unter Hinweis auf WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek mit der Behauptung: „Auch Herr Schimanek hat einer Benennung auf diesem Areal zugestimmt…“

Dazu Schimanek: „Peinlich, peinlich, wenn man zu solchen Halbwahrheiten als Verteidiger von rot&grünen Unsinnigkeiten Zuflucht sucht. In Wahrheit hat WIFF der Benennung eines künftig zu errichtenden  Platzes auf den für eine Verbauung vorgesehenen ehemaligen ROIGK-Gründen zwischen Ödenburger Straße und Winkeläckerstraße zugestimmt. Eine schmale Zufahrtsgasse als ‚Südmährenplatz‘ zu benennen, ist aber nachgerade lächerlich und nur als Hohn gegenüber zehntausenden 1945 ermordeten bzw. vertriebenen Südmährern zu werten. Immerhin gereicht es aber Stadtrat Dr. Mailath-Pokorny zur Ehre, dass er diesen Missgriff seiner ob der letztlichen Ablehnungsniederlage wohl ‚rachelüsternen‘ Mitarbeiter erkannt hat und beheben will“.