„Tatort“ Großfeldsiedlung: „Leichenfliegen“ im Gemeindebau

Trotz Polizei- und Feuerwehreinsatz wird Wiener Wohnen erst nach vier Tagen aktiv.
 

Etwas mulmig zumute war vergangenen Freitag einer Mieterin, nachdem sie auf ihrem Stockwerk im Gemeindebau Dopschstraße 29/2 eine Ansammlung von pechschwarzen Fliegen feststellte. „Und Samstag früh war bereits der ganze Gang schwarz. Und da ich wusste, dass diese widerlichen Fliegen immer bei Blut und Verwesung auftauchen, habe ich einfach die Polizei gerufen“, berichtet Frau Heidemarie G. – Die Beamten hätten – so die Augenzeugin – schließlich einen Spürhund eingesetzt und jene Wohnungstür, bei der das Tier angeschlagen hatte, von der herbei gerufenen Feuerwehr öffnen lassen.
„Während der Amtshandlung mussten alle Mieter in ihre Wohnungen gehen. Mich selbst ersuchten die Beamten, sofort Wiener Wohnen zu verständigen, was ich auch tat. Von dort wurde mir mittels Rückruf rasche Hilfe zugesagt“, so Frau H., die nach Abrücken der Beamten gemeinsam mit den übrigen Mietern gegen die Fliegenschwärme, die sich immer mehr ausbreiteten, mittels Insektenspray, ja sogar Haarspray zu Felde zog. „Von Wiener Wohnen war aber in der Folge keine Spur. Auch meine Anrufe am Sonntag und Montag blieben seitens Wiener Wohnen folgenlos. Dafür war bald der ganze Gang schwarz von Fliegen“, so die erboste Beschwerdeführerin. Erst am Dienstag sei dann jemand aufgetaucht und hatte versucht der Fliegen Herr zu werden.
Leichenfliegen
Mit mäßigen Erfolg, wovon sich WIFF überzeugen konnte. Denn auch gestern krochen erneut unzählige Fliegen aus den zahlreichen Ritzen des Ganges.
 
„Ob diese Fehlleistung seitens Wiener Wohnen genauer unter die Lupe genommen wird, sollte am besten der für WW zuständige und letztlich auch verantwortliche Stadtrat Ludwig klären. Immerhin sollte er ja als Floridsdorfer seinen Mitbürgern im Bezirk besonders zur Seite stehen“, meint dazu WIFF-Bezirksrat und Klubobmann Ossi Turtenwald.