Taxigutscheine als Geschenk des Bürgermeisters – WIFF ortet „Gießkannen-Praktik als vorgezogene SPÖ-Wahlwerbung“…

Allen Wienerinnen und Wienern, die bereits das 65. Lebensjahr erreicht haben, flatterte dieser Tage Post von Bürgermeister Ludwig (SPÖ) ins Haus. Inhalt: Ein Anforderungsformular für einen 50-Euro-Taxigutschein, der beim „Einsatzteam Wien“ telefonisch oder per Mail gegen Angabe von Name, Adresse und Geburtsdatum sowie des gewünschten Taxifunkbetreibers (drei Firmen zur Auswahl) geordert werden kann. Ludwigs Hauptargument für dieses „Geschenk auf Steuerzahlers Kosten“: Schutz der älteren Bevölkerung im Fall von dringenden Wegen.

Heftige Kritik kommt dazu von WIFF-Wir für Floridsdorf: „Grundsätzlich ein guter Gedanke, wäre da nicht das ‚Gießkannenprinzip‘, dass diese Aktion unzweifelhaft als vorgezogene Wahlwerbung Ludwigs entlarvt. Für die Hilfe von Bedürftigen darf man durchaus auch Steuergeld in die Hand nehmen. Etwa bis zu einer Pensionsgrenze von 2.000 Euro monatlich pro Person. Wenn das ‚Ludwig-Geschenk‘ aber auch an die Bezieher höherer und sehr hoher Pensionen bzw. sogar Doppelpensionen verteilt wird, ist das aus unserer Sicht unredlicher Umgang mit Steuergeld!“, so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald, die abschließend die Frage stellen: „Wo bleibt da der Aufschrei der Opposition im Wiener Rathaus?“