Trotz sinkender Nachfrage: Bald Abschied von der Grünoase Donaufeld – WIFF wiederholt Forderung: „Genug Beton – Floridsdorf muss nicht mehr wachsen!“

Obwohl es die Spatzen längst von den Dächern pfeifen und auch die Praxis speziell in Floridsdorf beweist, dass die Nachfrage nach neuen Wohnungen spürbar zurück geht, werden in der Grünoase Donaufeld (im weiteren Bereich von Fultonstraße, Donaufelder Straße, Dückegasse) schon bald die Bagger auffahren.

In der ersten Phase sollen 1.400 geförderte Wohnungen und ein Studentenwohnheim mit 470 Heim-Einheiten entstehen. In der Folge werden dann noch einige Tausend weitere Wohnungen hinzukommen. „Wie leider bei der Wiener Städteplanung üblich: Von einem Verkehrskonzept bisher weit und breit keine Spur.
 
Zwar wurde ursprünglich von einer Straßenbahntrasse quer durch das Donaufeld in Richtung U1 schwadroniert, die Linienführung selbst steht allerdings nach wie vor in den Sternen“, so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Ihre Kritik richtet sich in erster Linie an SPÖ und Grüne: „Die Herrschaften tragen bei allen nur möglichen Gelegenheiten den Begriff ‚Klimaschutz‘ auf den Lippen, wenn es aber an die einträgliche Zubetonierung wertvollen Grüns und der dort seit Jahrhunderten betriebenen Gärtnereibetriebe geht, haben sie und die fast ausschließlich parteilastigen Wohnbaugenossenschaften nur noch Eurozeichen in den Augen! Doch leider erweisen sich da FPÖ, ÖVP oder Neos bestenfalls wortkarg“.
 
Den verkaufswilligen Gärtnereibetreibern hingegen ist nach Meinung Schimaneks kein Vorwurf zu machen. „Wenn man von den städtischen Grundaufkäufern mit Geld praktisch ‚erschlagen‘ wird und auf der anderen Seite die stets niedriger werdenden zu erzielenden Erlöse für das angebaute Produkt bei zugleich steigenden Produktionskosten vor Augen hat, setzt man seine Unterschrift nicht ungern unter einen Grundstückskaufvertrag. Und wer der Verlockung dennoch widerstand, dem wurden einfach mögliche Nachteile einer Flächenwidmungsänderung, sprich Grüngürtel durch die eigenen Grundstücke usw., vor Augen geführt“, weiß Schimanek aus vielen Gesprächen mit Betroffenen.