Trotz Zusagen von Wohnen-Stadtrat Ludwig (SPÖ): Wiener Wohnen verweigert behinderter 87jähriger Frau Rollator-Box.

Nachdem die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald im Vorjahr die unhaltbaren Zustände für auf Rollatoren angewiesene behinderte Mieter in Wiener Gemeindebauten aufgedeckt hatten, folgte damals prompt die positive Reaktion von Wohnen-Stadtrat Ludwig.

Weil das Abstellen von Rollatoren in Stiegenhäusern aufgrund feuerpolizeilicher Auflagen ab sofort verboten war, sagte Ludwig als Antwort auf die WIFF-Initiative das Aufstellen von Rollatorboxen vor den jeweiligen Stiegen zu und präsentierte im Jänner 2017 den Medien stolz den 1. Wiener Rollator-Parkplatz.– „Leider scheint das Thema samt allen gemachten Versprechungen bei Ludwig und den ihm unterstellten Wiener Wohnen-Chefs längst in Vergessenheit geraten zu sein.
 
Denn erst vor wenigen Tagen erhielt die behinderte und bei Ausgängen auf einen Rollator angewiesene 87jährige Gertrude D. aus der Floridsdorfer Justgasse 29, Stiege 29, trotz Vorlage ärztlicher Atteste auf ihr diesbezügliches Ansuchen (bei dem ihr WIFF-Funktionär Franz Hödl – anonym – behilflich gewesen war) von Wiener Wohnen eine lapidare Absage“, wundern sich die beiden WIFF-Bezirkspolitiker.
 
„Die Frau kann den Rollator mangels vorhandenem Aufzug weder in ihre Wohnung im 1. Stock noch in den Keller bzw. wieder retour tragen und ist so praktisch an Ihre ‚vier Wände‘ gefesselt“, so Schimanek und Turtenwald. Und sie verweisen auf die Tatsache, dass aufgrund der damaligen WIFF-Initiative im selben Bau, nur zwei Stiegen weiter, zwei ebenfalls behinderte Pensionistinnen schon seit Monaten vor dem Stiegenhaus je eine Rollator-Abstellbox zur Verfügung haben.
 
„Bei Wiener Wohnen weiß offenbar nach wie vor die Linke nicht, was die Rechte tut und der bezirksansässige Herr Stadtrat hat – so wie’s aussieht – den Moloch Wiener Wohnen nach wie vor nicht im Griff. Jedenfalls hat Ludwig jetzt wieder einmal dringenden Handlungsbedarf!“.