U-Bahn und Kanalnetz in Floridsdorf und Donaustadt an amerikanische Investoren verkauft

Die Wienerinnen und Wiener werden von den politischen Machthaber(er)n in der Bundeshauptstadt für strohdumm verkauft. Und die Medien – gefüttert mit Inseraten aus dem Stadtsäckel auf Kosten der Steuerzahler – schauen tatenlos zu.  Dabei müsste man ja annehmen, dass die Finanzdeals der Stadt Wien mit amerikanischen Investoren in den Redaktionsstuben längst  bekannt sind.


Hier die Fakten:

Die Stadt Wien hat schon vor Jahren sowohl die Wiener U-Bahn, wie auch das Kanalnetz in den Bezirken Floridsdorf und Donaustadt, an amerikanische Investorengruppen verkauft. Der Erlös: 1 Milliarde, 680 Mio US-Dollar. Im Gegenzug hat Wien diese Einrichtungen in Form eines Leasingvertrages wieder übernommen. Der Vorteil: Die Stadt und die Käufer teilten sich jene 4% Förderung vom Kaufpreis, den die US-Finanzbehörden den Käufern von Anlagegütern im Ausland gewährten. „Allerdings“ – so ein Zentralbetriebsrat von Wiener Linien –  „wurde nur 1 Milliarde der Kaufsumme praktisch in bar zur Verfügung gestellt. Der Rest wurde mit amerikanischen Bankpapieren beglichen. Was diese zur Zeit wert sind, kann man angesichts des Zusammenbruches einiger US-Großbanken leicht errechnen…“

Wenn also die Wiener SPÖ in Inseraten, Plakaten usw. vorgibt, kommunale Einrichtungen der Stadt (Wasser, Kanal usw.) vor der Privatisierung zu schützen, kommt dies einer Verhöhnung der Wiener Steuerzahler gleich. Selbst Teile des Wiener Hochquellwassers wurden bereits Privaten zur Verwertung zugestanden.

WIFF-Parteiobmann Hans Jörg Schimanek: „Gegen einen Verkauf unseres Wiener Hochquellwassers ist rein gar nichts einzuwenden. Wer es will, sollte es, in Flaschen abgefüllt, jederzeit bekommen können. Dieses Geschäft muss aber die Stadt Wien in Eigenregie machen. Statt in Wien selbst unser Steuergeld durch wahrhaft blödsinnige Werbektionen zu verludern, sollten die Werbe-Euro besser bei Kampagnen für den Export unseres Wassers etwa in die arabischen Ländern ausgegeben werden!“.