Umstrittener Skaterplatz in Jedlesee: SPÖ, ÖVP und Grüne agieren gegen Jugend und Anrainer

Seit die Fraktionen von SPÖ, ÖVP und Grünen im Floridsdorfer Bezirksparlament mit Ihrer Mehrheitsentscheidung der Errichtung eines Skaterplatzes anstelle der zur Zeit als Parkplatz genutzten Fläche im Bereich der Lorettowiese an der Überfuhrstraße in Jedlesee zugestimmt haben, schlagen nicht nur bei den Anrainern die Wogen der Empörung hoch. Trotz aller von WIFF – Wir für Floridsdorf und FPÖ vorgebrachten Argumente gegen den geplanten Standort beharrten SPÖ, ÖVP und Grüne mit dem Hinweis, „die Politik müsse nach mehreren Verhandlungsrunden einmal entscheiden“, auf ihrem Njet-Standpunkt.

„Entscheiden ja, aber doch nicht gegen die Interessen der Jugendlichen und gegen eine breite Mehrheit der vom Bau eines Skaterplatzes und dem damit verbundenen Wegfall von etwa 40 Parkplätzen betroffenen unmittelbaren und mittelbaren Anrainer um die Lorettowiese!“, kritisiert Nicole Rottensteiner (WIFF) diese – wie sie sagt – „bürgerfeindliche Entscheidung von Rot, Schwarz und Grün“. Sollte der Skaterplatz auf dem geplanten Standort errichtet werden, seien Konflikte zwischen Jugendlichen und Anrainern allein schon wegen der unvermeidbaren Lärmentwicklung vorprogrammiert.

Skaterplatz: es gibt Alternativen

Rottensteiner verweist vor allem auch darauf, dass sich im Zuge von mehreren Gesprächsrunden in Beisein von Jugend- und Anrainervertretern sowie Bezirksräten aller politischen Fraktionen die jugendlichen Befürworter eines Skaterplatzes und die Anrainervertreter bereits auf einen von WIFF vorgeschlagenen Standort auf der Grünbrücke über die  Donauuferautobahn geeinigt hatten. „Und auch die Donauinsel selbst würde mehr als ausreichend Platz für eine derartige Einrichtung bieten“, so Rottensteiner.
Gescheitert ist der Standort Grünbrücke – vorerst? – am Nein der MA 22, die sich gegen die erforderliche Umwidmung der für die Errichtung eines Skaterplatzes benötigten relativ kleinen Fläche aussprach.
Skaterplatz
„Hier hat die Bezirksführung total versagt. Die ganze Aktivität von Bezirksvorsteher Lehner und. Co. beschränkte sich auf eine Anfrage bei der MA 22. Und mit der negativen Antwort war die Sache für Lehner dann erledigt“, kritisiert auch WIFF-Parteiobmann und Bezirksrat Hans Jörg Schimanek den Bezirksvorsteher. „Lehner sollte sich einmal ein Beispiel an seinen Altvorderen nehmen, etwa bei den ehemaligen Bezirksvorstehern Othmar Emerling oder Kurt Landsmann. Wenn der Bezirk damals ein wichtiges Anliegen an den Magistrat hatte, gab man sich nicht mit Telefon und Fax zufrieden, sondern setzte sich zum Mittagessen oder bei einem Glaserl Wein beim Heurigen zusammen und suchte dort auf einen möglichst gemeinsamen und letztlich auch den Bestimmungen entsprechenden  Nenner zu kommen“, so Schimanek.
Die Bürgerinitiative gibt sich jedenfalls trotz diesem negativen Mehrheitsbeschluß in der Bezirksvertretung durch Rot, Schwarz und Grün nicht geschlagen. Man hat den von A – Z dokumentierten Fall umgehend an die Volksanwaltschaft weiter geleitet. „Und wir scheuen uns nicht, im Interesse der Anrainer und auch der Jugendlichen selbst auch den Europäischen Gerichtshof anzurufen“, so die Vertreter der Bürgerinitiative
skaterplatz rottensteiner
Foto: Nicole Rottensteiner (WIFF)