Umweltstadträtin Sima (SP) läßt nach wie vor Hunderte verrostete Ölfässer auf dem Grund der Alten Donau liegen

Nach Aufdeckung des Skandals um alte Ölfässer in der Alten Donau: Umweltstadträtin Sima (SPÖ) läßt nach wie vor Hunderte verrostete Ölfässer am Grund der Alten Donau liegen. Nach einer WIFF-Sachverhaltsdarstellung ermittelt seit Mai die Staatsanwaltschaft.
„Eigentlich ist es unfassbar, wie die zuständige SPÖ-Umweltstadträtin Sima mit dem Skandal um die von offensichtlichen Vorsatztätern seit Jahrzehnten in der Alten Donau versenkten alten Ölfässer umgeht“, ärgern sich die beiden WIFF – Wir für Floridsdorf Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald über die SP-Politikern und fragen: „Wo bleibt da der sonst angeblich so grüne SP-Koalitionspartner?“

Wie berichtet, hat WIFF – Wir für Floridsdorf im heurigen Frühjahr den unfassbaren Skandal um weit über tausend illegal in der Alten Donau versenkte alte und mittlerweile stark ver- oder sogar schon durchgerostete alte Ölfässer aufgedeckt. In solchen Fässern hatten früher Tankstellen und Autowerkstätten ihre Öle gelagert. Die leeren Ölfässer, in denen sich aber stets mehr oder weniger geringe Ölreste befanden, konnte man damals um rund 10 Schilling pro Stück kaufen. „Die besten Kunden waren u. a. Segelschulen oder Bootsverleihe, die die Fässer als Schwimmer für ihre Stege nutzten. Und wenn ein Fass angerostet und unansehnlich war, wurden einfach Löcher in die Metallwände gestochen und die Fässer so auf den Grund der Alten Donau versenkt“, berichten die beiden WIFF-Bezirkspolitiker über das Ergebnis ihrer Recherchen.

Im Mai hatte sich auch die Österreichische Fischereigesellschaft an dem Großreinemachen des Wiener Magistrats beteiligt und dabei mit Tauchern rund 100 Fässer vom Grund der Alten Donau geborgen, ehe die Bergetätigkeit durch den Magistrat jäh beendet und umgehend  eine Anzeige wegen vorsätzlicher Umweltgefährdung bei der Polizei erstattet wurde. Die Begründung: Bei der Bergung der zum Teil schon durchgerosteten Fässer seien Ölreste an die Wasseroberfläche gelangt.

Grund genug für WIFF, den Sachverhalt an die Öffentlichkeit zu bringen, worauf sich der Chef der zuständigen Magistratsabteilung höchstpersönlich beim Obmann der Fischereigesellschaft entschuldigte. Und auch die zuständige Umweltstadträtin Sima (SP) wurde plötzlich aktiv. In einer ersten Aussendung bestritt sie das Vorhandensein von Ölfässern, die sie als Metallbehälter bezeichnete, überhaupt. Nachdem WIFF jedoch Fotos von geborgenen Fässern samt schmierigen Ölrückständen präsentierte, lenkte die Stadträtin ein und schrieb u. a.:  „Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Gewässerverunreinigung durch Rückstände in vereinzelten Fässern/Tonnen als gering zu beurteilen ist, werden diese im Rahmen der anstehenden professionellen Bergungen entfernt werden…Im Herbst 2013 bzw. spätestens Frühjahr 2014 wird die Alte Donau im Auftrag der MA 45 und DHK professionell betaucht und die restlichen versunkenen Fässer bzw. Tonnen geborgen“.

Schimanek und Turtenwald dazu: „Wenn man bedenkt, welchen Rummel auch mit sündteuren Plakataktionen die Stadträtin um das berühmt berüchtigte „Hundegackerl“ macht, kann man sich über ihr Verhalten hinsichtlich der im Wasser vor sich hinrostenden alten Ölfässer nur noch wundern. Vor allem auch ob der Tatsache, dass die Österreichische Fischereigesellschaft die MA 45 ja schon im Frühjahr 2012 auf die Ölfässer aufmerksam gemacht und in einer gemeinsamen Bootsrundfahrt bei ruhiger Wasseroberfläche besichtigt hatte! Würde man einem ‚gewöhnlichen Bürger‘ und – im Gegensatz zu dem einen oder anderen Ölfässerversenker an der Alten Donau – keinem Parteifreund die Versenkung auch nur eines einzigen Fasses mit Ölrückständen in der Alten Donau nachweisen, wäre Sima wohl gleich mit Pressekonferenz, hohen Geldstrafen des Magistrats und der Staatsanwaltschaft auf dem Plan!“

Übrigens:  Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt nach wie vor:
1. gegen derzeit noch unbekannte Täter,
und 2. , ob sich Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima und derzeit noch unbekannte Mitarbeiter  des Magistrats wegen Untätigkeit strafrechtlich schuldig gemacht haben.

 

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