Unsinnige LKW-Ladezone in der Schloßhofer Straße 54 und 56 bleibt bestehen

SPÖ, FPÖ und ÖVP stimmten gegen WIFF-Antrag: Unsinnige LKW-Ladezone in der Schloßhofer Straße 54 und 56 bleibt bestehen.

Mit einem Abstimmungsergebnis, das bei Kennern der Situation nur noch Kopfschütteln verursachen dürfte, endete im Bezirksparlament kürzlich die Diskussion zum Antrag von WIFF – Wir für Floridsdorf, die seit Juli 2014 nicht mehr benötigte LKW-Ladezone in der Schloßhofer Straße vor den Häusern Nr. 54 und 56 zu entfernen. SPÖ, FPÖ, ÖVP und Grüne stimmten gegen diesen Antrag.

Zur Eröffnung einer Postpartnerstelle in der Schloßhofer Straße 54, betrieben durch das benachbarte Reisebüro Haindl, war diese Ladezone ausschließlich für den Post-Lieferverkehr errichtet worden. „Jetzt braucht sie dort kein Mensch mehr – lediglich der Eigentümer des Reisebüros Haindl will die Ladezone auch nach seinem mißglückten Einstiegsversuch ins Postgeschäft auch weiterhin behalten. Und blockiert damit drei der gerade in dieser Gegend dringend benötigten Parkplätze“, stellt dazu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek fest. Er verweist darauf, dass Reisebüros lediglich zweimal pro Jahr umfangreichere Prospektlieferungen erhalten. „Und dieses Ladegut kann durchaus auch von der nur 15 Meter entfernten Kurzparkzone transportiert werden!“

Die massive Ablehnung des Antrages dürfte aber vermutlich keine sachlichen Gründe haben. „Durch unsere Aktion, in der wir die unsinnigen Verkehrsschilder mit schwarzen Müllsäcken verhüllt haben, hat bei der Bevölkerung großen Zuspruch gefunden. Angesichts der bevorstehenden Wien-Wahl will man WIFF offensichtlich keinen Erfolg gönnen. Anders können wir uns das Verhalten der übrigen Fraktionen nicht erklären“, sagen die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.

Die Anrainer müssen auf ihre drei Parkplätze jetzt zumindest bis Juli warten. Erst dann soll eine neuerlich anberaumte Kommission vor Ort entscheiden, ob die Ladezone bleibt oder entfernt wird.

HV-Schloßh.2 Kopie2