Verbauung der Siemensäcker: Bezirksvorsteher Papai spricht nun doch von 1.200 Wohnungen – WIFF fordert verbindliche Bürgerbefragung!

Die Aufregung in der Siedlung Wolfsgrube und Umgebung ist seit Monaten groß, sollen doch die „Siemensäcker (siehe Bild im ersten Kommentar) mit 35-Meter-Wohntürmen verbaut werden. Erst vor exakt einem Monat sagte „Sozialbau“-Direktor Wilhelm Zechner (Bauträger) in einem Interview: „Es sind weiterhin 1.000 Wohnungen geplant. Durch die abgestufte Bebauung wird man die Türme nicht sehen.“

Gestern sprach Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) in der letzten Sitzung der Floridsdorfer Bezirksvertretung allerdings wieder von 1.200 Wohnungen. Und das ist im besten Sinn der Worte „Mitten auf die grüne Wiese“! Und auch Papai hatte im April noch von 1.000 Wohnungen gesprochen.Siemensgründe_sommerer

„Wir fordern für Projekte ab 500 Wohneinheiten, also auch in diesem Fall, eine verpflichtende und verbindliche Bürgerbefragung. Und nicht diese wischi-waschi Bürgereinbindung. Denn wir sehen ja an diesem Beispiel oder auch im Fall der Verbauung des Donaufelds, dass man Bauträgern und der SPÖ nicht trauen kann“, so die WIFF – Wir für Floridsdorf Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Oskar Turtenwald.

Interessant ist der Kaufvertrag von Siemens mit der gemeinnützigen Wohn- und Siedlungsgenossenschaft WOHNBAU: Siemens bekommt einen Aufschlag auf den Kaufpreis, wenn mehr als 1.000 Wohnungen errichtet werden. WIFF-Bezirksrat Oskar Turtenwald: “Das ist Geschäftemacherei auf Kosten der Steuerzahler. Außerdem fordern wir eine Rückdimensionierung dieses Projektes sowohl was die Nähe zu den bestehenden Anrainern betrifft und vor allem bezüglich der Höhe. 35-Meter-Hochhäuser auf der grünen Wiese sind ein Irrsinn! Floridsdorf muss ein Grünbezirk bleiben!”

WIFF unterstützt auch die Forderungen der Anrainer:

– Bauklasse 3 (max. 16 Meter) soll bleiben.

– An das Gelände angepasste Bebauung mit Abstufungen zu den Siedlerhäusern.

– Erhalt des bestehenden Grünstreifens.siemensaecker