Verbauung der Siemensäcker: Trotz Ablehnung der neuen Flächenmwidmung durch das Bezirksparlament droht aus dem Rathaus die Devise „D’rüberfahren“

Es ist zwar völlig unglaublich, aber leider doch traurige Wahrheit: Auf Grund des Verhaltens von Rot&Grün im Wiener Rathaus dürfte die Verbauung der sogenannten Siemensäcker mit bis zu 35 Meter hohen Wohntürmen direkt an der benachbarten Gartensiedlung „Wolfsgrube“ trotz massiver Bürgerproteste und auch gegen einen diesbezüglichen ablehnenden Beschluss des Floridsdorfer Bezirksparlaments bereits beschlossene Sache sein. Auch eine von Siedlervertreter Helmut Sommerer namens der Siedler eingebrachte Petition wird durch das Verhalten der Rathausgranden zur Face degradiert. „Am 30. November sind Sommerer&Mitstreiter gegen 17 Uhr im Petitionsausschuss des Gemeinderates eingeladen, ihre Stellungnahme abzugeben, danach  sollen die Mitglieder des Ausschusses dann ihre endgültige Meinung bilden. Doch bereits einige Stunden zuvor, um genau 10 Uhr vormittags, tagt der Stadtentwicklungsausschuss, wo bereits über die gegenständliche Flächenwidmung entschieden werden soll. Damit wird der Petitionsausschuss zum ‚Krenreiben‘ degradiert, die Bürger für blöd verkauft“, wettert WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und richtet an SPÖ und Grüne die klare Ansage: „In der Causa Jagdschloss Magdalenenhof auf dem Bisamberg sind Häupl&Vassilakou erstmals über den Mehrheitsbeschluss des Bezirksparlaments d’rübergefahren und haben den Verkauf beschlossen.

 

Nunmehr droht der Bezirk bei den Siemensäckern ein zweites Mal übergangen zu werden. Falls dies  am 30. November tatsächlich geschieht, wird sich das die von den Bürgern gewählte Mehrheit (FPÖ, ÖVP, Grüne, WIFF und Neos) im Bezirksparlament mit Sicherheit nicht gefallen lassen!“ – Und auch Bezirksvorsteher Papai nimmt Schimanek in die Ziehung: „Papai ist Bezirksvorsteher für alle Floridsdorfer und hat Mehrheitsbeschlüsse des Bezirksparlaments, auch wenn ihm diese mißfallen mögen, zu respektieren. Respektieren heißt aber nicht, sich im Sessel zurück zu lehnen und zu schweigen, sondern sich im Wiener Rathaus auch für diese Beschlüsse des Bezirkes stark zu machen!“

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