„Verunglückte“ Info-Veranstaltung im ehemaligen OMV-Gebäude 270 Anrainer kamen – doch viele hörten kaum etwas

Asylanten-Notquartier Gerasdorfer Straße / Grellgasse: „Verunglückte“ Info-Veranstaltung im ehemaligen OMV-Gebäude – 270 Anrainer kamen – doch viele hörten kaum etwas.

Unter keinem guten Stern stand heute (22. Jänner, 14.30 Uhr) die aufgrund unserer WIFF-Aktivitäten in Windeseile angesetzte Informationsveranstaltung zur neuen Flüchtlingsunterkunft Ecke Gerasdorfer Straße / Grellgasse 3. Obwohl der Veranstalter vermutlich darauf vergessen hatte, rechtzeitig Einladungen zu dieser Veranstaltung in den angrenzenden Wohnhäusern und Siedlungsgebieten zu verteilen, waren 270 interessierte und besorgte Anrainer gekommen. Ein Großteil der Leute hörte allerdings von den Ausführungen des Bezirksvorstehers&Co. kaum etwas – es war keine Lautsprecheranlage vorhanden. „Kein Wunder, dass es angesichts solcher Versäumnisse immer wieder zu lautstarken Protesten seitens der Besucher gekommen ist. Auch die zeitliche Ansetzung der Veranstaltung zu einem Zeitpunkt, wo manche Leute ja noch arbeiten, war wenig glücklich gewählt“, so die beiden ebenfalls anwesenden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.
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BILD: Mega-Andrang in der Grellgasse.
In Gesprächen der beiden Mandatare mit vielen Anrainern stellte sich deutlich die Verärgerung der Leute über die viel zu späte Information heraus. „Wer sonst, wenn nicht wir Anrainer haben ein Recht, seitens der Bezirksvorstehung von derartigen Vorhaben umgehend informiert zu werden. Immerhin wollen ja auch wir zumindest mit entscheiden, was um uns herum geschieht!“, lautete der allgemeine Tenor vor Ort.
Von der Politik fordert die Bevölkerung jetzt die unverrückbare Einhaltung des Mietvertrages zwischen dem Betreiber und dem Fonds Soziales Wien. Und dieser endet – so Bezirksvorsteher Papai&Co. – mit Ende Mai dieses Jahres.
„Wir von WIFF werden jedenfalls genau darauf achten, dass es hier und auch im Zusammenhang mit dem Asylantenquartier in der Siemensstraße (600 Personen und Mietvertragende im September 2016) zu keinen Mauscheleien mehr hinter dem Rücken der betroffenen Bevölkerung kommt!“, so Schimanek und Turtenwald  abschließend.