Vier Bezirksvorsteher im Kampf gegen Drogendealer an der U6 aktiv: Nur der Floridsdorfer BV Papai befindet sich auf „Tauchstation“…

Vier Bezirksvorsteher im Kampf gegen Drogendealer an der U6 aktiv. Nur der Floridsdorfer BV Papai befindet sich auf „Tauchstation“…

„Eigentlich wissen wir nicht, wie wir diese offensichtliche Untätigkeit verstehen sollen“, ärgert sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek über die Tatsache, dass sich zwar die Bezirksvorsteher von Ottakring, Hernals, Rudolfsheim-Fünfhaus und Brigittenau (alle SPÖ) zu einer gemeinsamen Initiative gegen die Drogenszene entlang der U6 entschlossen haben, der Floridsdorfer Bezirkschef Papai (ebenfalls SPÖ) hingegen in Sachen Drogenbekämpfung durch Untätigkeit „glänzt“.
Wie der Kronenzeitung vom 20. April zu entnehmen ist, haben die genannten vier Bezirkschefs u. a. einen gemeinsamen Appell an Noch-Innenministerin Mikl-Leitner gerichtet, in dem eine Änderung des derzeitigen laschen Gesetzes, wonach Drogendealer u. a. erst nach dreimaligem Erwischtwerden in U-Haft genommen werden können, noch vor dem Sommer gefordert wird.
„Papai hat offenbar noch nicht gesehen oder gehört, dass die Dealerszene auch in Floridsdorf sehr aktiv ist. Die Rundgänge von jeweils zwei Uniformierten und äußerst seltene Kriminalstreifen sind für einen Hotspot wie den Floridsdorfer Bahnhof oder die U- und S-Bahn-Stationen an der Alten Donau und Siemensstraße viel zu wenig. Zudem fühlen sich die Polizeibeamten durch dieses ‚lauwarme‘ Gesetz in ihrer Arbeit nicht unterstützt, sondern geradezu verarscht“, sagt Schimanek und fordert den Floridsdorfer Bezirksvorsteher auf, die Aktivitäten seiner vier Kollegen und Parteifreunde aus den anderen Bezirken endlich tatkräftig zu unterstützen.
Krone (1)