„Volksgarage“ macht ihrem Namen keine Ehre: „Wucherpreise“ für das Parken beim Karl Seitz-Hof

Als die Stadt Wien unter starker Beteiligung der Floridsdorfer SP-Granden vor einigen Jahren die sogenannte „Volksgarage“ in Jedlesee vor dem Karl Seitz-Hof feierlich ihrer Bestimmung übergab, haben sich viele Jedleseer angesichts der herrschenden Parkraumnot bestimmt sehr gefreut. Mittlerweile hat die Garage mit dem Begriff „Volk“ nichts mehr gemein. Die Baumängel häufen sich, gravierende Planungsfehler werden immer deutlicher erkennbar – doch in die Verantwortung wird für einen derartigen Pfusch niemand genommen. Dafür müssen die Parkplatzmieter für ihren Garagenplatz satte € 85.– pro Monat berappen. „Das ist ja geradezu Wucher! Vor allem wenn man weiß, dass etwa für einen Garagenplatz in der Großfeldsiedlung von Wiener Wohnen pro Monat nur knapp € 60.– verlangt werden“, stellt WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald fest. Noch unverständlicher erscheinen Turtenwald die Wucherpreise in Jedlesee angesichts der Tatsache, dass es in der Volksgarage immer wieder zu Wassereinbrüchen kommt, die Liftanlage Monate lang außer Betrieb ist bzw. war, weil die Antriebsmotoren für die beiden Lifte sinnigerweise ganz unten montiert sind und somit immer wieder unter Wasser stehen. „Und wenn man etwa das Nichtschließen der Garagentüre bemängelt und als Antwort bekommt: ‚Sie haben vertraglich kein Recht auf schließende Türen!‘, dann ist es wohl an der Zeit, dass sich die Wiener Volksvertreter dem Problem Volksgarage in Jedlesee eingehend widmen. Immerhin ist diese Volksgarage ja mit unserem Steuergeld errichtet worden!“, so Turtenwald an die Adresse der Wiener Stadtregierung

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