„Wähler-Akquisition um jeden Preis…“

Ein Kommentar von WIFF-Landesparteiobmann Hans Jörg Schimanek.

Treffender als Wilhelm Zöhrer aus Steinbrunn in seinem Kronenzeitung-Leserbrief hätte man das bei einer breiten Mehrheit der bodenständigen Wiener Bevölkerung um sich greifende Gefühl, in der eigenen Heimatstadt, in seinem Heimatbezirk wie etwa Floridsdorf, immer mehr „zum Fremden“ zu werden, nicht ausführen können. Dabei zeichnet uns Wienerinnen und Wiener ein hohes Maß an Willkommenskultur aus. Erinnern wir uns nur an den Ungarnaufstand oder die Tschechenkrise.
 
Seit einigen Jahren wird der Bevölkerung seitens der Rathauspolitik allerdings eindeutig zu viel abverlangt. Mit im Vergleich zu anderen Bundesländern höchsten Mindestsicherungszahlungen, diversen sonstigen Wohltaten und nicht zuletzt mit Wohnraum werden Nichtösterreicher nach Wien gelockt. In den Gemeindebauten und sogar Genossenschaftsbauten wird dann die fortschreitend aussterbende Spezies des „g’standenen braven Sozialdemokraten“ – auch via NGO’s wie etwa Caritas oder Arbeitersamariterbund – durch Großfamilien fremdländischer Herkunft ersetzt. Und – wenn’s nach SPÖ-Chefin Rendi Wagner geht – nach sechs Jahren gibt’s dann die österreichische Staatsbürgerschaft samt Wahlberechtigung, wovon sich die SPÖ eine Auffettung ihres zuletzt schrumpfenden Wählerpotentials erhofft. Eine Hoffnung, die durchaus trügerisch sein könnte. Immerhin beträgt – siehe Kronenzeitung vom 26. Oktober – der Anteil der in Österreich lebenden, aber nicht hier geborenen Personen bereits sage und schreibe 20,1 Prozent.
 
Nicht zu vergessen die seitens der Politik möglicherweise vorsätzlich verschwiegene oder gar nicht zur Ermittlung freigegebene Zahl der bei uns geborenen Personen mit Migrationshintergrund mit bzw. ohne österreichische Staatsbürgerschaft. Bürgermeister und Wiener SPÖ-Parteiobmann Ludwig&Co. sei daher ins Stammbuch geschrieben: Dass von den insgesamt rund 1,8 Mio in Österreich lebenden Zuwanderern 39,6 Prozent in Wien ansässig sind und z. B. 47,9% der Bevölkerung des 15. Wiener Gemeindebezirkes (Rudolfsheim-Fünfhaus) nicht in Österreich geboren wurden, sollte Ihnen endlich zu denken geben. Auch ein Blick über die Grenze nach Deutschland könnte nicht schaden. Dort sind in einigen Gemeinden und sogar Städten „dank“ massiver und oft gezielter Zuwanderung die Bürgermeister ohne Migrationshintergrund längst Geschichte…