Während Floristen bei Strafe geschlossen halten müssen: Lebensmittelketten machen mit Blumen&etc. „Bombengeschäft“.

Dass die Märkte der großen Lebensmittelketten für die Versorgung der Bevölkerung „in Zeiten wie diesen“ eine unverzichtbare Rolle spielen, ist unbestritten. Wenn Hofer&Merkur&Billa&Co. aber neben lebensnotwendigen Waren derzeit auch das große Geschäft mit Blumen, Blumenerde usw. machen, erscheint es nicht verwunderlich, dass die heimischen Floristen auf die Barrikaden steigen.

„Obzwar viele Blumenläden, so wie wir auch, den Kunden die Hauszustellung anbieten, nehmen uns die Multis rücksichtslos das meiste Geschäft weg. Eindeutig gesetzwidrig, aber leider sanktionslos. Und von unserer Standesvertretung in der Wirtschaftskammer hört man außer der Warteschleife am Telefon ebenfalls nichts“, so Gerhard Petrides von „Blumen Regina“ im Gespräch mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Zugleich malt der renommierte Florist ein düsteres Zukunftsbild für seine Branche: „Bei uns Floristen handelt es sich fast ausschließlich um kleine Betriebe, viele von uns werden die schwierige Situation aber nicht überleben, wenn man uns durch den freien Verkauf von Blumen usw. in den Supermärkten auch noch die letzte Chance, nämlich die Hauszustellung, abgräbt. Angesichts der von der Regierung verfügten Gesichtsmaskenpflicht bei Einkäufen wäre es doch weitaus zielführender, den Blumenläden gerade angesichts der einsetzenden Blumen-Auspflanzzeit das Öffnen der Geschäfte zu ermöglichen. Nicht zuletzt auch zwecks Vermeidung des ansonsten unvermeidlichen Supergaus in der Floristikbranche“.