Während Ludwig die desolaten Zustände in privaten Zinshäusern anprangert, lässt die Stadt Wien eigene Wohnhäuser verkommen

Wer im Glashaus sitzt…
Die „Doppelzüngigkeit“ des Wohnen-Stadtrates: Während Ludwig die desolaten Zustände  in privaten Zinshäusern anprangert, lässt die Stadt Wien eigene Wohnhäuser verkommen.

Wohnen-Stadtrat Ludwig lässt keine Gelegenheit aus, um seine Forderung nach „leistbarem Wohnen“ an die Frau oder den Mann zu bringen. So als ob so manche Vollzahler in Wiener Gemeindebauten mit dem Schlagsatz „Leistbares Wohnen“ angesichts der Höhe ihres Monatszinses und der Zustände in ihren Bauten und auf ihren Stiegen überhaupt etwas anfangen könnten. Vollends verärgern Kenner der Situation aber die steten Angriffe des „roten Wohnbarons“ auf Besitzer jener – zugegeben – zahlreichen Miethäuser, in denen weder von einem leistbaren, noch von menschenwürdigem Wohnen die Rede sein kann.
„Der Stadtrat hat zwar Recht, wenn er solche privaten Miethaie attackiert, die von finanzschwachen Wohnungssuchenden profitieren. Aber er darf dann auch über seinen eigenen Bereich nicht den Mantel des Schweigens breiten“, sagt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und wartet auch gleich mit einem Beispiel auf:
Das Haus auf dem Währinger Gürtel Nr. 15 ist laut Auszug aus dem Hauptbuch der Katastralgemeinde 01514 Währing vom 6. Oktober 2014 im Besitz der Stadt Wien. „In desolaten Privathäusern kann es wohl kaum übler aussehen“, meinte dazu ein Anrainer anlässlich eines WIFF-Lokalaugenscheins vor Ort.
Schimanek abschließend: „Bilder sagen mehr aus als Worte…“

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BILDER: Joschi Tuczai