Während Ludwig&Gaal (beide SPÖ) „bunkern“: Traiskirchens Bürgermeister setzt Mietzinserhöhung in Gemeindebauten aus

Während sich die Bundes-SPÖ mit internen Zwistigkeiten beschäftigt und in Wien Bürgermeister Ludwig und seine Wohnen-Stadträtin Gaal mit fadenscheinigen Ausreden die bevorstehende Erhöhung der Mieten in den Wiener Gemeindebauten um fast sechs Prozent als „vom Bund verordnete Zwangsmaßnahme“ (Richtwert&Indexanpassung) schönreden, zeigt der Bürgermeister der Stadt Traiskirchen (NÖ), Andreas Babler, seinen roten Parteigenossen aus Wien wie’s geht: Mittels Dringlichkeitsantrags wurde vom Gemeinderat auch angesichts der allgemeinen Preissteigerungen die per Gesetz vorgeschriebene Indexierung und Wertanpassung der Mieten in Gemeindewohnungen vorerst für ein Jahr ausgesetzt.

Dazu Bgm. Babler (SPÖ): „Als Stadt haben wir Sofortmaßnahmen gesetzt, um die Auswirkungen der explodierenden Preise abzufedern. Für viele unserer Mitbürger ist es auch ohne diese Teuerungswelle schon schwer genug, Monat für Monat durchzukommen. Deshalb haben wir schnelle Maßnahmen gesetzt, die Mieterhöhungen ausgesetzt und den Heizkostenzuschuss verdoppelt. Davon werden in Traiskirchen tausende Bewohnerinnen und Bewohner profitieren“.
 
„Da können sich Ludwig und Gaal und die Wiener Sozialdemokratie mehr als nur eine Scheibe abschneiden“, üben Alt-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und sein Nachfolger im Bezirksparament, Gerhard Doppler, harsche Kritik am Wiener Bürgermeister und seiner Wohnen-Stadträtin. „Wenn der Bund auf diese laut Gesetz mögliche Erhöhung nicht verzichtet, muss doch das angeblich so soziale Wien nicht in das gleiche unsoziale Horn stoßen. Die Ausrede, besonders Betroffene könnten ja die Wohnbeihilfe der Stadt Wien beantragen (O-Ton Gaal), ist an Peinlichkeit und Realitätsferne wohl kaum zu überbieten“, so Schimanek und Doppler.