WAS MACHT EIN ÖVP-ANTRAG AUF DER WIFF-HOMEPAGE?

Hier die Erklärung: Im Sommer 2010 wurden in der Floridsdorfer Siedlung „Wolfsgrube“ nächst der Steinheilgasse durch extremen Grundwasseranstieg zahlreiche Keller der dortigen Siedlungshäuser teils sogar bis zu einem Meter überflutet. Auch jenseits der Leopoldauer Straße gab es Überschwemmungen, ebenso in Gegenden des 22. Bezirkes und auch im angrenzenden Niederösterreich (Seyring) oder im Tullnerfeld.

Während  jedoch die NÖ-Landesregierung mit einem Sofort-Hilfsprogramm und mittelfristigen Schutzmaßnahmen den Bürgern zur Seite stand, putzte sich die regierende Wiener Stadtpolitk (SPÖ) und deren Magistrat kurzerhand damit ab, dass sie den enormen Grundwasseranstieg den reichlichen Regenfällen zuschrieben (Gutachten in NÖ besagen anderes). „Hätten die Leute ihre Keller nicht so tief gebaut!“, hieß es aus Politkreisen. Sogar die Feuerwehreinsätze mußten die Betroffenen aus eigener Tasche berappen. Solche Aussagen Und Handlungen waren und sind angesichts der großen Schäden an zahlreichen Häusern und der für die Betroffenen enormen Sanierungskosten usw. nicht nur menschenverachtend, sondern auch sonst völlig falsch. Die Herrschaften Politiker hatten nämlich vergessen, dass alle Häuser samt den Kellern genau nach den Auflagen der Baupolizei errichtet worden sind. Die letzte Baugenehmigung erfolgte erst vor knapp 10 Jahren!

Nach einem Hilferuf einiger Bürger hat sich WIFF – Wir für Floridsdorf daran gemacht, Hilfe für die Geschädigten etwa nach dem Muster von Niederösterreich zu erreichen. Immerhin erfordern ja die Mauertrockenlegungen usw. entsprechende Finanzmittel, Möbel oder im Keller gelagerte E-Geräte usw. wurden zerstört und allein die Stromkosten für die Monate lang laufenden Elektropumpen in den Kellern stiegen in astronomische Höhen. Da unsere Partei jedoch als Bürgerpartei fast ausschließlich für Floridsdorf und seine Bevölkerung tätig ist und nicht im Wiener Landtag bzw. Gemeinderat vertreten ist (dieser gegenständliche Fall wäre eigentlich Grund genug, bei den nächsten Wahlen auch für Landtag und Gemeinderat zu kandidieren), mußten wir die Unterstützung einer im Landtag vertretenen Partei suchen – und glaubten, diese bei der Wiener FPÖ gefunden zu haben. Dort wurde uns versprochen, im Gemeinderat einen Antrag auf Auswertung der entstandenen Schäden und Kosten und danach Ersatzzahlungen a la NÖ für die Betroffenen zu stellen.

Leider ist es bei der Absichtserklärung der Wiener FPÖ geblieben – die Unterstützung kam nicht (ich hoffe, diese zugesagte Unterstützung wird sich zumindest am Abstimmungsverhalten der Wiener Freiheitlichen im Gemeinderat niederschlagen). Da wir von WIFF – Wir für Floridsdorf aber gar nicht daran dachten, die Flinte ins Korn zu werfen, haben wir die Interessen der Grundwassergeschädigten an den Floridsdorfer ÖVP-Obmann, Landtagsabgeordneter und Gemeinderat Norbert Walter, heran getragen. Hier gab es nur wenig Worte, dafür aber umgehend Taten: Unterstehend finden Sie den von uns erbetenen Antrag der ÖVP, der im Herbst vorerst in den beiden im Antrag genannten Gemeinderatsausschüssen bearbeitet und das Ergebnis danach dem Wiener Gemeinderat zur Beurteilung bzw. Beschlussfassung vorgelegt wird.

Namens der Betroffenen danke ich auch an dieser Stelle ÖVP-Floridsdorf-Obmann Walter und seinen Mitstreitern für diese aktive Unterstützung. Sie sind offenbar ebenso wie ich der Ansicht, dass hier parteipolitische Überlegungen oder gar „Eifersucht“ auf Bezirksebene völlig falsch am Platz sind. Hier geht es um das Schicksal von Mitbürgern fernab jedweder politischen „Farbenlehre“. Diese Ansicht wird sich hoffentlich auch im Wiener Gemeinderat bei der Beschlussfassung dieses Antrages durhsetzen.

Ihr Hans Jörg Schimanek (Obmann WIFF – Wir für Floridsdorf)

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