Wegen Flüchtlingsunterbringung soll Wiener Bauordnung geändert werden

WIFF: „Auf die dringend erforderliche Novellierung der Carport-Bestimmung wird hingegen vergessen.  Stadtrat Ludwig (SP) sollte auch einmal an die Wiener Siedler denken…!“

Um Flüchtlingsquartiere ohne Bewilligung errichten zu dürfen, will der zuständige Stadtrat und Floridsdorfer SP-Bezirksparteiobmann Ludwig mit den Stimmen von SP und Grünen die Wiener Bauordnung ändern lassen. Als hingegen die WIFF-Bezirkspolitiker aufgrund hunderter Hilferufe aus ganz Wien im Vorjahr eine nur geringfügige Novellierung der Bauordnung angeregt hatten, um eine nachträgliche Genehmigung von bestehenden Carports bzw. Neuerrichtungen auf Siedlungsgrundstücken möglich zu machen, stellte sich Ludwig auf beiden Ohren taub.
„Wir nehmen die von SP&Grün vorgesehene und heftig umstrittene Änderung der Bauordnung zum Anlass, um dem hiefür verantwortlichen Politiker Ludwig auch gleich die Novellierung in Sachen Carports ans Herz zu legen. Statt sich fast täglich in rathäuslichen Jubelmeldungen abfeiern zu lassen, sollte der Herr Stadtrat doch einmal ein Herz für die vielen vom drohenden Abbruch ihrer Carports betroffenen Wiener Siedler beweisen“, so WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, der dem Floridsdorfer vorwirft, frei nach Kreisky ebenso wie einst Heinz Fischer immer dann abzutauchen, wenn’s ans Eingemachte geht.Carport1-1-15-Kopie
„Oder hat irgend jemand im Zusammenhang mit der heftig umstrittenenen Änderung der Bauordnung für Flüchtlingsunterkünfte auch nur einmal den Namen des verantwortlichen Stadtrates Ludwig vernommen? Und auch bei den Informationsveranstaltungen zu den Flüchtlingsquartieren in Floridsdorf ließ der ansonsten so mediengeile Stadtrat seine Parteifreunde um Papai&Co. allein im Regen stehen“, kritisiert Schimanek das Verhalten des Floridsdorfer SP-Chefs. Carport-Schilling-Kopie
Bildtext:
Hunderte Wiener Siedler haben aufgrund einer längst nicht mehr zeitgemäßen Bestimmung in der Wiener Bauordnung für ihre Carports einen rechtskräftigen Abbruchbescheid der Baubehörde in Händen.