Wegen Wiener SPÖ-„Krieg“: Schlechte Karten für „Möchte-gern-Bürgermeister“ Ludwig

 

„Weder die Brauner oder die Wehsely, noch der Ludwig werden die Nachfolge von Bürgermeister Häupl antreten dürfen. Schon in der Vergangenheit hat sich stets bewahrheitet, dass Leute, die sich für politische Ämter selbst ins Gespräch gebracht haben und aus dem Hinterhalt dafür agieren, niemals etwas geworden sind“, lauten die übereinstimmenden Voraussagen der Politologen für die politische Zukunft Wiens. Vor allem Ludwig dürfte seine ihm von den Medien zugeordnete „Rechtslastigkeit“ innerhalb der Partei stark schaden. „Abgesehen davon, dass Ludwig und seine Floridsdorfer Getreuen alles andere als ‚mittig‘ oder gar ‚rechts der Mitte‘ anzusiedeln sind, dürften ihm seine Genossen im Rathaus so gar nicht verziehen haben, dass er nach der Gemeinderatswahl der einzige SPÖ-Grande war, der für seine Stadtratsfunktion auch die Stimmen der Freiheitlichen erhalten hat. Hier werden nach wie vor geheime Absprachen vermutet“, analysiert WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek die von Häupls „Möchte-gern-Nachfolgern“ hausgemachte SPÖ-Krise.

ludwig

„Ludwig hat für seine Eigenpromotion viel Steuergeld investiert. Monate lang lachte er und lacht noch immer in  bezahlten Anzeigen und damit ‚erkauften‘ Gefälligkeitsberichten aus fast allen Printmedien, was ihm zuletzt in der Zeitung ‚Österreich‘ sogar die Bezeichnung ‚der populäre Wohnbaustadtrat‘ eingebracht hat. Seriöse Umfragen bei den Wiener Gemeindemietern würden die Jubler da wohl eines Besseren belehren“, kritisiert auch WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald das Verhalten des Wohnbaustadtrates und SPÖ-Floridsdorf-Obmannes. – Kritiker Ludwigs aus seiner Wohnsiedlung in Strebersdorf werfen ihm auch vor, seine Ehefrau mit Dienstwagen und Chauffeur zum Einkauf befördern zu lassen. „Abgesehen davon, dass Stadträte in Wien keinesfalls Dienstwagen und Chauffeur benötigen, sondern – auch weil für den Steuerzahler weitaus günstiger –  besser Taxis, oder zum besseren Kennenlernen der Wienerinnen und Wiener fallweise auch Öffis, nutzen sollten, sind Einkaufsfahrten der Gattin im Dienstwagen mit Chauffeur eine nicht gerade kluge Vorgangsweise für einen Politiker“, so Hans Jörg Schimanek (WIFF).
Interessant wird das Nachfolge-Häupl-Spiel in jedem Fall. Fest steht aber schon jetzt: Egal, ob Häupl noch vor der nächsten Gemeinderatswahl Platz macht oder nicht – die rot&grüne Rathauskoalition wird den Wienerinnen und Wienern wohl oder übel zumindest bis zur Wahl erhalten bleiben. Denn vor vorzeitigen Wahlen und deren Folgen fürchten sich sowohl die SPÖ-Strategen wie auch die Grünen – angesichts der zur Zeit herrschenden Situation wohl durchaus mit Recht…