Weil „Wiener Wohnen“ säumig ist: Schwerbehinderte seit vier Monaten im 2. Stock „eingesperrt“.

Seit vier Monaten wartet die alleinstehende, schwer gehbehinderte, 81jährige Maria L. aus der Floridsdorfer Justgasse, dass von „Wiener Wohnen“ für sie – so wie auch vor einigen anderen Stiegen der Wohnhausanlage – in der Grünfläche vor ihrem Stiegeneingang eine Rollatorbox aufgestellt wird.

Die Frau ist zwar in der Lage, mit Hilfe einer Krücke die Stiegen von und bis zu ihrer im 2. Stock gelegenen Wohnung zu bewältigen, den zum Einkaufen oder für einen Spaziergang in der weitläufigen Wohnhausanlage unbedingt erforderlichen Rollator kann sie aber selbst nicht über die Stiegen schleppen. Denn seit Inkrafttreten des neuen Feuerpolizeigesetzes ist das Abstellen von Gehhilfen etc. im Stiegeneingang ja bekanntlich verboten.
Diese Probleme vieler anderer älterer Gemeindemieter sind nicht neu: „Schon 2017 haben wir von WIFF uns in gleichen Fällen in der selben Anlage für die Betroffenen erfolgreich eingesetzt. Damals hat der als Wohnen-Stadtrat zuständige und nunmehrige Bürgermeister Ludwig umgehend auf den WIFF-Appell reagiert und den gehbehinderten Leuten binnen weniger Tage Abstellboxen für ihre Rollatoren aufstellen lassen“, erinnern die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.
Sie ersuchen die nunmehr zuständige Stadträtin Gaal (SPÖ) eindringlich, hier rasch tätig zu werden. „Es kann nicht angehen, dass die Betroffene bei ihrem Ansuchen im Februar von ‚Wiener Wohnen‘ aufgefordert wird, vorerst einen genauen Plan von der Örtlichkeit vor dem Stiegeneingang anzufertigen und einzuschicken und nach umgehender Erfüllung dieses Verlangens und mittlerweile mehreren Anrufen bei ‚Wiener Wohnen‘ noch immer auf die für sie fast lebenswichtige Rollatorbox wartet“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend. –
Die Franz-Hödl-Fotos zeigen die nunmehr betroffene Maria L. und den Erfolgsfall aus dem Jahr 2017 in der selben Anlage.