Weltweiter Betrug durch Handy-Lockanrufe: Internationaler Polizeiapparat bleibt untätig.

Tagtäglich erhalten Handybesitzer in aller Herren Länder – so auch in Österreich – Anrufe eines groß angelegten Betrugsringes, der vor allem von verschiedenen asiatischen bzw. afrikanischen Ländern aus tätig ist. Nach ein, zwei Klingellauten ist der Anruf beendet, zurück bleibt ein „versäumter Anruf“ und die dazu gehörige Telefonnummer (erkennbar an der kaum geläufigen Vorwahl des Anruferlandes / siehe Foto).

Wer zurückruft, sitzt in der teuren Kostenfalle. Die Verbindung mit den Betrügern am anderen Ende der Leitung kostet nämlich saftige Gebühren. Vor allem ältere Menschen tappen in solche „Telefonfallen“, deren monetäre Auswirkung spätestens bei Erhalt der monatlichen Gebührenrechnung ersichtlich wird.
 
Für WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek ein nicht akzeptabler Zustand: „Zwar warnen unsere heimischen Medien in Abständen immer wieder vor derartigen Praktiken, dennoch tappennach wie vor zahlreiche ahnungslose Handybesitzer in diese Betrugsfalle. Im Alleingang ist die Ausforschung dieses internationalen Betrugsringes für unsere Polizei zwar nicht möglich, hier könnte man aber seitens Österreich international geführte Ermittlungen zumindest anregen. Dass auf diese Weise Erfolge zu erzielen sind, wurde ja erst jüngst durch die spektakuläre Aufdeckung einer weltweit agierenden Drogenbande bestätigt“, so Schimanek an die Adresse von Innenminister Nehammer.