„Wie der Herr, so des Gscher‘!“ – Wiener Wohnen-Werkmeister betrachtet Gemeindemieter als unerwünschte Bittsteller

Gemeindemieter wünscht sich nach 40 Jahren den Austausch seiner desolaten Eingangstür: Überheblicher  Werkmeister reagiert mit üblen Zitat. WIFF fordert: Gemeindemieter sind Kunden von Wiener Wohnen
und sollen auch wie Kunden behandelt werden!
Nach 40 Jahren gibt die Eingangstür eines Gemeindebaubewohners in der Großfeldsiedlung langsam aber sicher ihren Geist auf. „Die Türe ist total verzogen, es zieht oben und unten in die Wohnung und bei Kälte muss ich die Tür stets absperren, da sie ansonsten von selbst aufspringt“, schildert der Mann WIFF-Vorstandsmitglied und Mietrechtsexperten Raimund Nowak die Situation. Auf dessen Rat versucht der Mann, eine Haushaltsversicherung abzuschließen, was ihm vom Versicherungsmakler angesichts des desolaten Zustands der Tür klarerweise verweigert wurde.

Mit der schriftlichen Weigerung des Maklerbüros wandte sich der Betroffene an seinen Wohnberater bei Wiener Wohnen, der die schriftliche Ablehnung der Versicherung an den zuständigen Werkmeister weiter leitete.  Einige Tage später meldete sich der Werkmeister per Telefon und ließ den verdutzten Mieter wissen, dass es keine neue Tür geben werde.

Der Mieter zu WIFF: „Der ist mir mit dem Stellwagen ins Gesicht gefahren und hat nur gemeint: Diesen Wisch können Sie sich irgend wohin stecken!. Erst als ich darauf sehr bestimmt meinte, er könne mit  mir nicht so reden, bequemte sich der Herr zur Aussage: Na  gut, dann werde ich Ihnen halt einen Professionisten schicken“.

„Die Herrschaften des Ludwig-Ressorts sollten langsam erkennen, dass  ihre gar nicht so geringen Gehälter mit dem Geld der Mieter bezahlt werden und diese entsprechend als Kunden bedient und betreut werden sollten. Vor allem wenn man daran denkt, was sich Wiener Wohnen in den letzten rund zwanzig Jahren so alles geleistet hat. Schade, dass auch hier der Verjährungsparagraph Gültigkeit hat“, so WIFF-Parteiobmann Hans Jörg Schimanek.