WIEDER AUTODIEBSTAHL- UND EINBRUCHSERIEN IM BEZIRK

WIFF–WIR FÜR FLORIDSDORF FORDERT BUNDESHEERSTREIFUNGEN ZUR UNTERSTÜTZUNG DER ÖRTLICHEN POLIZEIKRÄFTE.

Viele Bürger in Floridsdorf greifen angesichts der explodierenden Einbruchsfälle bereits zum Selbstschutz. Hintereingänge von Gärten einer Reihenhausanlage wurden mit Klebestreifen und dem Hinweis „Achtung Starkstrom“ versehen. Ob dies die Einbrecher abhält, bleibt dahin gestellt. Denn klarerweise stehen die Metalltüren nicht unter Strom.

akt_087

Zuletzt wurden im Bereich Strebersdorf binnen kürzester Zeit 20 Garten-, Siedlungs- und Reihenhäuser aufgebrochen. Abgesehen hatten es die Täter auf Elektrokabel. Dafür schnitten sie sogar bei Staubsaugern oder Kaffeemaschinen die Kabel ab, Kabelrollen wurden mitgenommen und in einem Reihenhaus wurden sogar die E-Leitungen aus den Wänden gerissen.

Eine Bewohnerin wurde in der Unteren Jungenberggasse durch Lärm misstrauisch und sah in der Hohlweggasse einen Berg von Elektrokabel, Rollen usw. liegen. Sie handelte richtig und verständigte die Polizei. Ein Beamter begutachtete den Kabelberg und ordnete an, dass niemand etwas von dem Haufen nehmen dürfe, bis die Kripo käme. Auch die Besitzerin mehrere Kabelrollen musste der Aufforderung des Beamten folgen. Nachdem der Funkwagen die Fundstelle verlassen hatte, dürften sich die Täter, die das Geschehen – wie sich später herausstellte – von einer nahen aufgebrochenen Gartenhütte aus verfolgt hatten, ihre Beute wieder geholt haben. Tags darauf stellten Polizei und Betroffene fest, dass die Einbrecher die Kunststoffschicht der Kabel in einem Seitenweg der Kellergasse einfach abgebrannt und mit den verbliebenen Kupferdrähten das Weite gesucht hatten.

Angesichts dieser Ereignisse fordert WIFF-Obmann-Stv. BR Ossi Turtenwald den Einsatz des Bundesheeres zu regelmäßigen Streifungen durch die Floridsdorfer Randgebiete.

Und so begründet Turtenwald seinen Vorschlag: „Bis vor etwa zwei Jahren wurde das Gemeindegebiet von Schönkirchen-Reyerdorf im Marchfeld im Zuge der Suche nach illegalen Grenzgängern auch während der Nachtstunden regelmäßig von Soldaten des Bundesheeres durchstreift. Damals gab es in der Gemeinde keinen einzigen Einbruch. Seit dieser Assistenzeinsatz des Bundesheeres beendet worden ist, kommt es in Schönkirchen-Reyersdorf immer wieder zu Einbruchsserien. Der Einsatz von Soldaten würde daher auch in den Floridsdorfer Siedlungsgebieten zu einem deutlichen Rückgang der Einbrüche führen bzw. würden weitaus mehr Täter erwischt!“

Den Einwand vor allem von SPÖ und Grünen, das Bundesheer sei nicht da für derartige Einsätze gegen Einbruchsbanden, lässt Turtenwald nicht gelten. „Das Bundesheer soll unseren Staat und seine Bürger schützen, daher zählt eine solche Aufgabe natürlich auch zu den Agenden des Heeres!“