Wien: 270 offene Plätze für 3.499 Lehrstellen-Suchende – WIFF: „Unhaltbare Zustände zum Teil hausgemacht!“

„Wenn die politisch Verantwortlichen hier nicht rasch und zielführend tätig werden, steuert vor allem die Bundeshauptstadt einer ‚mittleren Katastrophe‘ zu. Immerhin kamen in Wien im heurigen Jänner auf nur 270 offene Lehrstellen sage und schreibe 3.499 junge Menschen auf der Suche nach einem Lehrplatz“, warnt die Floridsdorfer Bürgerpartei WIFF, „zumal gerade Floridsdorf zu den am stärksten betroffenen Bezirken Wiens zählt“, so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.

Sie sind davon überzeugt, dass diese Situation im Laufe der Jahre zu einem ‚hausgemachten‘ Problem wurde. „Wenn man die jungen Leute an den Schulen ohne erforderliche Grundkenntnisse, aber unter wohlwollendem Abnicken der Politik, einfach durchwinkt, darf man sich nicht wundern, dass sie dann bei firmeninternen Aufnahmetests nicht einmal einfachste Rechenaufgaben lösen geschweige denn primitivste Sätze ohne zahlreiche Rechtschreibfehler zu Papier bringen können“, üben Schimanek und Turtenwald nach zahlreichen Firmengesprächen heftige Kritik. Es sei kein Wunder, dass Firmen nach zuhauf negativen Erfahrungen kurzerhand auf eine Lehrlingsausbildung verzichten. „Wird hier im Schulbereich nicht rasch gehandelt, zerstören wir alljährlich tausenden jungen Menschen jede Zukunftsperspektive. Und mit Sicherheit werden viele von ihnen auch in die Kriminalität abgleiten“, so die beiden Bezirkspolitiker abschließend.