Wiener Bevölkerung ist empört: Trotz Sparprogramm  auf Steuerzahlers Kosten bei Wiener Stadtwerken auch weiterhin Strom-Millionen an Wiener Fußballvereine

Rund 800 Wiener Beamte der Stadtwerke werden nach dem Willen der Stadtregierung demnächst in Pension, 100 weitere in Umschulungen geschickt. Und das im Alter ab 54 Jahren und mit 80% ihres jeweiligen Letztbezuges. Die Kosten der für die betroffenen Beamten überaus lukrativen Frühpensionierungen trägt der Wiener Steuerzahler. Denn mit dieser seltsamen Pensionswelle wird zwar das Budget der Stadtwerke belastet, doch diese gehören zu 100% der Stadt Wien – und damit den Wiener Steuerzahlern  (siehe Die Presse, 11. Juni, Seite 20). Einsparen wollen die Stadtwerke mit dieser Aktion „Millionen im zweistelligen Bereich“, so Personalvorstand Peter Weinelt, der zur Verkündung dieser Nachricht „an die Front“ geschickt worden war.

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„Frau Stadträtin Brauner, ansonsten auf allen möglichen Farbglanz-Jubelpostillen der Stadt zu finden, bleibt bei solch wichtigen Themen in Deckung und lässt andere die Ohrfeigen der Öffentlichkeit einstecken“, ärgert sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek über das Verhalten der zuständigen Wiener Finanzreferentin und obersten politischen Chefin der Wiener Stadtwerke.Rapid
Ein Großteil der Frühpensionierungen wird bei Wien Energie/Wiener Netze erfolgen. „Ein Bereich, der alljährlich Millionen an Sponsorgeldern u. a. an Fußballvereine wie Rapid oder FAC überweist, wo in den Präsidien und Kuratorien die roten Wiener Parteispitzen residieren. Gleiches gilt auch für die Austria, dort fungiert der Verbund als Finanzier“, sagt WIFF-Parteiobmann Hans Jörg Schimanek. Es sei den Wiener Steuerzahlern wohl kaum zu erklären, dass sie bei der regelmäßigen Bezahlung etwa ihrer Strom- und Heizkosten einerseits für den Finanzbedarf der 800 Frühpensionierungen der Wiener Stadtwerke aufkommen müssen, auf der anderen Seite aber die vom Konzern damit erzielten Gewinne umgehend wieder für offensichtlich politbefohlene Sponsorings verjubelt werden. rapid3
Schimanek befürchtet durch die Streichung der insgesamt 900 Arbeitsplätze (von gesamt 5.500 des Konzerns) auch eine Verschlechterung der Dienstleistungen durch die Wiener Stadtwerke. „Man braucht sich nur anzusehen, was Personaleinsparungen in anderen Bereichen der Stadt zur Folge haben. Zur Zeit gerade angesichts der noch immer wuchernden Unkrautwüsten in den Wiener Gemeindebauten und auf anderen öffentlichen ‚Grünflächen'“, so der WIFF-Bezirkspolitiker, der auch gleich mit einer Einsparungsalternative aufwartet: „Bei der exorbitant hohen Parteienförderung!“Austria-Kopie