Wiener Intensivstationen: Patienten mehrheitlich Ausländer oder mit Migrationshintergrund

Während ORF sowie Printmedien tagtäglich vom drohenden Corona-Kollaps auf den Intensivstationen vor allem in den Wiener Spitälern berichten, wird mit keinem Wort, mit keiner Zeile erwähnt, dass es sich bei den dort behandelten Schwersterkrankten in der Mehrzahl um Ausländer aus Balkan- und Ostländern bzw. um Patienten mit Migrationshintergrund handelt. „Seit vor einigen Monaten der zuständige Chefarzt des Wilhelminenspitals in der ‚ORF-ZIB2‘ wortwörtlich dargelegt hatte, dass rund zwei Drittel seiner Corona-Intensivbetten von Gastarbeitern aus Balkan- oder Ostländern bzw. von Personen mit Migrationshintergrund belegt seien, wird zu diesem Thema seitens öffentlicher Stellen und Medien – ausgenommen ‚Servus TV’ – lückenlos geschwiegen“, übt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek Kritik an der „angesichts der sonst täglichen wort- und gestenreichen Corona-Tiraden in dieser Frage hingegen unverständlichen Schweigsamkeit von Bundes- und Stadtpolitik“.

Es nütze nichts, Corona-Verhaltensmaßregeln in sechzehn verschiedenen Sprachen zu verteilen, wenn man deren Einhaltung fast lediglich auf die Überwachung von „Anti-Demos“ beschränke. „Statt wie zuletzt im Wiener Schweizergarten bis zu 1.600 Beamte zur Kontrolle von angeblich 2.000 Protestlern zum Teil sündteure Überstunden schieben zu lassen, wäre es zielführender, regelmäßig diverse ‚Migranten-Hotspots‘ etwa auf Großbaustellen, an Tankstellen und Spielplätzen wie beim Haspingerplatz in Jedlersdorf, oder aber die dichtgedrängten Menschenschlangen vor den Eisgeschäften zu kontrollieren, wo zumeist Leute mit offensichtlichem Migrationshintergrund auf das Tragen von Masken verzichten. Da gäbe es allein in Floridsdorf ausreichend zu tun“, so Schimanek.
– Fotos: Franz Hödl 3