Wiener SPÖ im „Bürgerkrieg“: Kampf um Häupl-Nachfolge voll entbrannt – BR Turtenwald (WIFF): „Mit Ludwig als Bürgermeister vom Regen in die Traufe!“

Binnen weniger Wochen haben viele Spitzenfunktionäre der Wiener Sozialisten ihre seit vielen Jahrzehnten geübte Tugend, Parteiinterna auch tatsächlich nur intern abzuhandeln, schamlos über den Haufen geworfen.
"Erste Reihe fußfrei direkt von den Floridsdorfer Stammtischen: Die WIFF-Bezirksräte Ossi Turtenwald und Hans Jörg Schimanek über ihre täglichen Erfahrungen zum "Bürgerkrieg" in der Wiener SPÖ.

„Erste Reihe fußfrei direkt von den Floridsdorfer Stammtischen: Die WIFF-Bezirksräte Ossi Turtenwald und Hans Jörg Schimanek über ihre täglichen Erfahrungen zum „Bürgerkrieg“ in der Wiener SPÖ.

„Wenn es um Erhalt oder Zugewinn eigener Pfünde geht, wird der Charakter offensichtlich flugs schubladisiert“, sagt dazu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek als stets gut informierter Kenner interner SPÖ-Vorgänge. „Einfach würdelos!“, kritisieren auch so manche „kleine“ Funktionäre und „Nur“-Mitglieder aus Floridsdorf an den Stammtischen das Verhalten ihrer Obrigkeiten. Und viele erwarten für die nächsten Wochen und Monate die nächste große Parteiaustrittswelle. Doch die SP-Granden um den Floridsdorfer Parteiobmann und Wohnen-Stadtrat Ludwig bzw. dessen namhafte Widersacher(-innen) kümmert das Befinden der Parteibasis überhaupt nicht, geht es doch immerhin um die Nachfolge des amtierenden Bürgermeisters Häupl samt die damit verbundenen und hoch dotierten „Umfeldpositionen“.

Ludwig als Bürgermeister können sich vor allem die meisten Mieter der rund 220.000 Wiener Gemeindewohnungen nicht vorstellen. Daran konnten bisher auch die für mediale Eigenwerbung des Wohnen-Stadtrates aus dem Steuertopf zweckentfremdeten Euro-Millionen kaum etwas ändern. „Wer seit Jahren nicht in der Lage ist, das Chaos etwa bei Wiener Wohnen zu beenden und einem Skandal um den anderen schier hilflos gegenüber steht, wodurch letztlich die Mieter zur Kasse gezwungen werden, wäre an der Spitze unserer Stadt völlig fehl am Platz“, ist auch WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald, selbst viele Jahre lang Mitarbeiter bei Wiener Wohnen, überzeugt.

Sein Bezirksratskollege Hans Jörg Schimanek verweist dabei auf die zahlreichen Ungereimtheiten bei Gemeindebausanierungen allein in Floridsdorf. So bestehe z. B. beim Anbau von Aufzügen in der Wohnhausanlage Kainachgasse/Aistgasse der dringende Tatverdacht des Förderbetrugs. „Auch die Verschleuderung von stadteigenen Grundstücken an zumeist ‚befreundete‘ Wohnbaugesellschaften ohne öffentliche Ausschreibung, wie z. B. beim ehemaligen Floridsdorfer Tröpferlbad in Toplage im Bezirkszentrum geht großteils auf das Konto des SPÖ-Wohnen-Stadtrates“, stellt Schimanek fest.WIFF-Bezirksrat Turtenwald abschließend: „Mit Ludwig als Häupl-Nachfolger käme Wien unweigerlich vom Regen in die Traufe. Gleiches gilt allerdings auch für die Ludwig-Gegner um die Stadträtinnen Wehsely (Gesundheit) oder Brauner (Finanzen). Wien benötigt keinen Ludwig, keine Wehsely&Co. als Stadtoberhaupt, sondern dringend einen völlig neuen ‚Besen‘. Aber keinesfalls aus der zur Zeit regierenden Clique!“

Zeit zum Gehen für Bürgermeister Häupl und Wohnen-Stadtrat Ludwig…
 Zeit zum Gehen für Bürgermeister Häupl und Wohnen-Stadtrat Ludwig…