Wiener Verkehrsplanung liegt im Argen: Trotz SMZ Nord keine U6-Verlängerung

Wiener Verkehrsplanung liegt im Argen: Trotz Spitalsneubau für das Sozialmedizinische Zentrum Nord (SMZ Nord) an der Brünner Straße verhindern Bürgermeister Häupl und seine Vizebürgermeisterin Brauner die dringend notwendige Verlängerung der U6.

War schon die Wahl des Standortes für das neue Floridsdorfer Krankenhaus mit 850 Betten direkt an der Hauptverkehrsader Brünner Straße und überdies noch in mitten zweier Eisenbahnstrecken (S-Bahn- und Güterzugtrasse) eine unverständliche „vergangenheitsvisionäre“ Entscheidung, so wird diese durch das „Njet“ des Wiener Rathauses zu einer Verlängerung der U6 zumindest bis zum – angeblich – im Jahr 2016 in Betrieb gehenden SMZ Nord beinahe noch übertroffen. Wie nämlich die für die Wiener Linien zuständige Vizebürgermeisterin und Stadträtin Brauner (SP) kürzlich lautstark verkünden ließ, sollen die Budgetmittel statt in eine U6-Verlängerung in eine neue Linie U5 vom Westen zum östlichen Stadtrand fließen.
Dagegen spricht sich sogar die grüne Koalitionspartnerin der Rathaus-SPÖ, Vassilakou, für die Verlängerung der U6 aus. Es wäre wünschenswert, würde die grüne Vizebürgermeisterin dieses Thema zur Koalitionsfrage machen und auf der U6-Verlängerung bestehen. Dies wäre mit Sicherheit im Interesse aller stationären und ambulanten Patienten sowie aller Besucher.
WIFF – Wir für Floridsdorf fordert die Verantwortlichen im Wiener Rathaus auf, ihre Entscheidung gegen eine U6-Verlängerung zugunsten einer neuen West-Ost-Trasse (U5) umgehend zu revidieren. Wo bleibt da der angeblich so große Einfluss des Floridsdorfer Parteiobmannes und Stadtrates Ludwig (SP) im Wiener Rathaus..?
SMZ Nord-1 Kopie
Bildtext:  Dem Betrachter dieses vom KAV (Krankenanstaltenverbund) veröffentlichten Bildes würde wohl nie in den Sinn kommen, dass das neue SMZ Nord direkt an einen Eisenbahnknoten angrenzt und überdies noch von zwei Bahnlinien umfahren wird…