Wiener Wohnen: Chaos pur

Wiener Wohnen: Chaos pur! WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald: „Da weiß die eine Hand nicht, was die andere tut!“

Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Bezirksparteiobmann Ludwig und seinem Wiener Wohnen-Direktor Neumayer dürfte langsam aber sicher die Kontrolle über den „Moloch Wiener Wohnen“ entgleiten. Während die Beiden in Pressekonferenzen, Aussendungen und Inseraten die „soziale Hausverwaltung Wiener Wohnen“ lobpreisen, sieht die Wirklichkeit oft genau konträr aus.

Ludwig-Wohn.Rep3-Kopie

 

Ludwig-Wohn-Rep1-Kopie
So auch im Fall der Gemeindewohnung in Wien 19, Döblinger Hauptstraße 1/36. Diese Wohnung will die Mieterin Herma W. an ihre Großnichte Camilla P. weitergeben. „Kein Problem!“, heißt es seitens Wiener Wohnen, allerdings müsse die derzeitige Mieterin vor der Übertragung der Mietrechte für die in älteren Gemeindebauten erforderliche „Brauchbarmachung der elektrischen Anlage“ Sorge tragen. Und dies auf eigene Kosten! Erst nach Abnahme der instand gesetzten E-Anlage und Vorlage eines positiven E-Befundes durch die Fa. EBE GmbH würden diese Kosten von Wiener Wohnen refundiert. Im gegenständlichen Fall müsste Frau Herma W. für Wiener Wohnen daher laut Kostenvoranschlag der Fa. Elektro G. mit sage und schreibe € 10.192,56 in Vorlage treten.

„Das sind Beträge. die ja jeder Pensionist so quasi im Nachtkasterl liegen hat“, sagt WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald, kritisiert die „Doppelzüngigkeit“ von Ludwig und Neumayer und legt zum Beweis eine der jüngsten Presseaussendungen des Wohnen-Statdrates vor. Darin heißt es u. a.: „Bevor wir die jeweilige Wohnung wiedervermieten, wird die Wohnung aber noch hergerichtet, sodass auch die Nachmieterin, der Nachmieter eine Wohnung in ordnungsgemäßen Zustand erhält“.
„Es ist wohl für jeden vernünftigen Menschen klar und selbstverständlich, dass im Falle einer ‚Brauchbarmachung‘ veralteter Elektroanlagen nicht der Mieter in Vorlage treten muss, sondern diese Herstellungskosten ausnahmslos vom Vermieter, also Wiener Wohnen, getragen werden müssen. Lediglich die Behebung mutwillig herbeigeführter Schäden kann dem Mieter angelastet werden“, so Turtenwald.

Und auch die steten Aussagen von Wohnen-Stadtrat Ludwig, wonach Mieterinnen und Mietern „durch das Herrichten“ nicht nur „kostengünstige“ sondern auch „qualitativ hochwertige Wohnungen“ angeboten werden, entsprechen, so Turtenwald, nicht der geübten Praktik von Wiener Wohnen. Und führt zum Beweis das „Erlebnis“ einer jungen Frau an, der – so wie viele andere Wohnungssuchende auch – von Wiener Wohnen eine mehr als desolate Wohnung (siehe Fotos) angeboten worden ist. „Es scheint, dass sowohl Ludwig wie auch sein Wiener Wohnen-Direktor Neumayer mit einer ordnungsgemäßen Führung des ‚Molochs Wiener Wohnen‘ höchst überfordert sind. Hier drängt sich eine umfassende Kontrolle des Rechnungshofes geradezu auf“, so Turtenwald abschließend.Wohnung-schlecht1-Kopie

Wohnung-schlecht2

 

Wohnung-schlecht3-Kopie