Wiener Wohnen, das Feuerpolizeigesetz – und das „ungleiche Maßband“…

Das Feuerpolizeigesetz verlangt unbestreitbar – und nicht nur angesichts der jüngsten Feuerkatastrophe in einem Londoner Wohnhaus – massive Einschnitte in bisher auch in Wiener Gemeindebauten geübte Praktiken. So wird nunmehr besonderes Augenmerk auf das Freihalten der Fluchtwege geachtet.

„Wenn man aber an der Wand montierte Briefkästen hängen lässt, dafür aber den in einer Stiegenecke ohne jede Einwirkung auf den Fluchtweg stehenden Rollator entfernt, ist das Verständnis der betroffenen Bewohner enden wollend“, so die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. In der Kritik stehen aber auch Türmatten, „daher sollte man darauf achten, nur Matten aus unbrennbarem Material zu verwenden“, so der Bezirkspolitiker. Er verweist auch auf das Verbot von Türkränzen und Ähnlichem, „allerdings haben dann auch die sogenannten ‚Schwarzen Bretter‘ aus Holz mit den diversen Aushängen in Papierform in den Stiegenhäusern nichts verloren!“. – Schimanek fordert daher von Wiener Wohnen „mehr Augenmaß bei den diversen Ersatzvornahmen“.