Wiener Wohnen-Hausmeister sind über „Politmissbrauch“ empört

Wiener Wohnen-Hausmeister sind über „Politmissbrauch“ empört: „Wir sollen jetzt schon parteilastige Privatveranstaltungen im Stiegenhaus aushängen!“

Je näher der Wiener Wahltermin – vielleicht wird ja schon im Mai 2015 gewählt – heranrückt, desto weniger „Genierer“ scheint man in der SPÖ-Floridsdorf zu haben wenn es beispielsweise gilt, die Wiener Wohnen-Hausmeister für die Bewerbung beispielsweise der „9. Floridsdorfer Seniorenmesse“ im Haus der Begegnung, einer rein privaten, allerdings eindeutig SPÖ-lastigen, Veranstaltung zu missbrauchen.
WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald, selbst Hausmeister in einem Gemeindebau, war in dieser Angelegenheit zuletzt „Anlaufstelle“ für mehrere Hauswartbeschwerden. Auch er sieht in der Anweisung von Wiener Wohnen an die Hausmeister, die Einladungen zur privaten Seniorenmesse in den Stiegenhäusern auszuhängen, einen Verstoß gegen das Hausbesorgergesetz, das da in § 4 lautet:
„Dienstgänge
Unter Verrichtung der für das  Haus notwendigen Dienstgänge versteht man das Verteilen, Einsammeln sowie Abliefern amtlicher Listen (Kundmachungen von Wahlberechtigten usw)“.
Seniorenmesse
„Die Bewerbung der Seniorenmesse zählt nicht zu diesen Aufgaben eines Hausmeisters!“, stellt Bezirksrat Ossi Turtenwald fest. „Niemand hat etwas gegen diese Seniorenmesse. Aber es ist nun eben eine Privatveranstaltung und überdies noch mit einem mehr als deutlich roten Anstrich“, so Turtenwald. Daher komme die Anweisung von Wiener Wohnen, dieses Werbeplakat auszuhängen, eindeutig einem Missbrauch gleich.
Turtenwalds Kritik kommt nicht von ungefähr: Immerhin werden auf dem Flugblatt als Eröffnungsredner (-in) die SPÖ-Nationalrätin Lueger und Bezirksvorsteher Papai (ebenfalls SPÖ) groß angekündigt.
Erstaunlich erscheint, dass auch dem Floridsdorf-Chef von Wiener Wohnen, Herrn Eggenhofer dieser offensichtliche Missbrauch nicht aufgefallen ist. „Eggenhofer, der ja durch seine ‘schlichte Art schon mehrmals aufgefallen ist (Mieterversammlung im Gemeindebau Aistgasse / Kainachgasse – Aufforderung Eggenhofers an die über die bevorstehende Mietzinserhöhung verängstiten Altmieter: „Wer sich den Zins nicht mehr leisten kann, muss halt ausziehen“…), dürfte anscheinend das Wiener Hausbesorgergesetz nicht geläufig sein. Oder will er seinen Parteifreunden (?) nur gefällig sein..?