Wiener Wohnen: Ludwig-Erbe für seine Stadtratsnachfolgerin „unpackbar“…?

Schon der nunmehrige Bürgermeister Ludwig (SPÖ) hatte als einstiger Nachfolger des damals vom Wohnbaustadtrat zum Bundeskanzler avancierten nunmehrigen „Privatiers“ Faymann (SPÖ) mit „Wiener Wohnen“ ein chaotisches Erbe übernommen – offensichtlich hat aber auch Ludwig die Zügel bei „Wiener Wohnen“ nicht in den Griff bekommen und somit seiner Ressort-Nachfolgerin Gaal (SPÖ) „schier unpackbare Zustände“ (O-Ton eines namhaften „WW“-Mitarbeiters) hinterlassen.

Derzeit sorgen „Wiener Wohnen Rollkommandos“ in ganz Wien für Aufregung, weil ihnen zur Entfernung von diversen Gegenständen aus den Stiegenhäusern offenbar verständliche Aufträge ihrer Vorgesetzten und das nötige Fingerspitzengefühl fehlen. So etwa wurde auf der Stiege 60 in der Langfeldgasse 2 – 16 (GFS) von „Wiener Wohnen“ eine von zwei Hausparteien sorgsam gepflegte „Blumenecke“ komplett geräumt (siehe Fotos vorher und nachher), obwohl die kleine Fläche neben dem Aufzug weit abseits eines Fluchtweges – der selbstverständlich freigehalten werden muss – situiert ist.
„Wir haben die kleine Ecke sozusagen als freundlichen Empfang auf unserer Stiege gedacht, gepflegt und geputzt – was das mit dem Verstellen eines Fluchtweges zu tun hat, ist uns einfach unverständlich. Zumal das dortige Fenster lediglich kippbar ist“, so die beiden Bewohnerinnen zu den WIFF-Bezirksräten Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Und eine der beiden Frauen präsentierte auch gleich ein weiteres „Gustostückerl“ eines „Wiener Wohnen-Experten“: „Weil mir mein Türkranz über Nacht entfernt worden war, habe ich jetzt zur Verschönerung meiner Wohnungstür einige weihnachtliche Klebefolien angebracht. Sehr zum Missfallen eines wieder einmal aufgetauchten ‚WW-Detektives‘, der meinte, auch das sei nicht erlaubt und müsse entfernt werden. Jetzt warte ich auf die sogenannte ‚Ersatzvornahme'“.
Ursache dieser „Radikal-Touren“ von „Wiener Wohnen“-Trupps durch die Gemeindebauten ist nach Ansicht von Schimanek und Turtenwald die „Besiedelungspolitik“ der Stadt Wien. „Wenn unsere Wiener Gemeindebauten immer mehr zu Horten fremdländischer Kulturen werden, darf man sich nicht wundern, wenn Stiegenhäuser, Gänge und Keller regelmäßig zu Müllablagerungsstätten umfunktioniert werden. Dies ermächtigt ‚Wiener Wohnen‘ aber noch lange nicht, heimischen ‚Ur‘-Bewohnern mit dem Stellwagen ins Gesicht zu fahren, wie dies derzeit in ganz Wien der Fall ist“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.