Wiener Wohnen: Posse um Vermietung von „Mini-Magazinen“!

Weil Gemeindemieter in der Großfeldsiedlung kürzlich zusätzlich zu ihren äußerst kleinen, zu den jeweiligen Wohnungen zählenden, Kellerabteilen seit Jahrzehnten ungenutzte lediglich 3,47 Quadratmeter große „Mininischen“ mit Türen versehen haben und als Abstellräume nutzen, hat nunmehr der „Amtsschimmel“ zugeschlagen.

Während für Kellerabteile bei der monatlichen Wohnungsmiete kein Cent berechnet wird, erhielten die Nutzer der „Mininischen“ – erstmals für Oktober – eine Zinsvorschreibungen in Höhe von sage und schreibe 2 Euro 98 (!). Schwer erklärbar auch die Höhe der vorgeschriebenen Betriebskosten und „besonderen Aufwendungen a conto“ von 8 Euro 29 (!), beides zusätzlich Mehrwertsteuer.
 
Für WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek ein wahrer „Schildbürgerstreich“: „Hier ist die Suppe teurer als das Fleisch. Ließe man den Leuten diese völlig funktionslosen Nischen ebenso wie die Kellerabteile gratis nutzen, würde sich Wiener Wohnen Kosten ersparen. Denn die Bürokratie kostet in diesen Fällen deutlich mehr, als die Mieteinnahmen bringen!“
 
Schimanek verweist zugleich auf Wohnen-Stadtrat Ludwigs (SPÖ) „städtische Mieterhilfe“. Von dort heißt es nämlich, „dass bei Kellerabteilen keine Qualitätskriterien oder Kategorien existieren, da Kellerabteile nicht ‚mietzinswirksam‘ sind und der Vermieter für den Abstellraum auch keine zusätzlichen Kosten verrechnet“.
 
„Bei Wiener Wohnen weiß offenbar die eine Hand nicht, was die andere tut“, kritisiert schimanek und fordert Wohnen-Stadtrat Ludwig (SPÖ) auf, er möge „bei seinem Wiener Wohnen endlich für Ordnung sorgen!“
Bildtext:
Zwei betroffene Mieterinnen – Andrea K. und Monika H. aus der Oswald Redlich-Straße – fühlen sich „gepflanzt“…