Nach WIFF-Aktivität lenkte Wiener Wohnen ein: Besteingerichtete Gemeindewohnung muss von den Erben nicht „besenrein“ an Wiener Wohnen zurück gegeben werden

Weil ihr Vater Walter J. aus der Autokaderstraße im März verstorben war, wollten die beiden Töchter als Erbinnen die besteingerichtete 76m2 große Gemeindewohnung an Wiener Wohnen zurück geben. „Wir wollten für die wirklich teuer eingerichtete Wohnung mit handgefertigten Holzeinbaumöbel, Wandverbau im Vorzimmer, teuersten Parkettböden, neuer Sitzbank, besteingerichteter Küche, Designerfliesen im Bad, Stuckdecken und sogar mit einer Tiefkühltruhe im Kellerabteil keinen Cent Ablöse. Wir hatten uns nur gedacht, dass hier eine Familie ohne auch nur ein Möbelstück einziehen kann. Doch seitens Wiener Wohnen wurde unser Angebot kurzweg abgelehnt. Wir müssten alles herausreißen und die Wohnung besenrein übergeben“, so die beiden Erbinnen.

Ein Bekannter der beiden Frauen wußte sofort Rat – er kontaktierte WIFF – und die Sache kam ins Rollen. Bei ihrem zweiten Besuch bei Wiener Wohnen war dann alles ganz anders. „Die Dame von Wiener Wohnen schien bereits zu wissen, worum es ging, verschwand kurz, um ihre Chefin zu befragen und teilte uns danach sehr freundlich mit: ‚Sie können alles so belassen, der erforderliche Elektrobefund wird von Wiener Wohnen organisiert, Sie brauchen uns lediglich die Schlüssel zu übergeben. Und auf den Zins seit dem Tod Ihres Vaters bis heute verzichtet Wiener Wohnen ebenfalls“, so die erfreute Romana P. zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. Er und sein Bezirksratskollege Ossi Turtenwald wollen jetzt genau darauf achten, dass die Wohnung bis zur neuerlichen Vergabe so belassen und nicht zum Selbstbedienungsladen für Fremde wird. „Denn hunderte, vielleicht sogar tausende, Wohnungssuchende in Wien würden eine solche Wohnung liebend gerne übernehmen“, so Turtenwald abschließend.
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Wohnzimmer mit handgearbeiteten Vollholz- Verbauten kleiner Hausbar, Kristall- Lustern, einer nagelneuen Sitzgarnitur und exklusivem Parkettboden.

Nach dem Tod ihres Vaters vor wenigen Wochen haben zwei Schwestern das Erbe via Notar nur bedingt angenommen. „Die 3-Zimmer- Wohnung in der Autokaderstraße (67m²) brauchen wir ja nicht, wir wollen auch keine Ablöse. Es würden sicher viele wohnungsuchende Familien glücklich sein, in eine solch perfekt eingerichtete Wohnung in Bestzustand einziehen zu dürfen“, so die beiden Schwestern. Doch da kamen sie bei Wiener Wohnen an die „falsche Adresse“. „Entweder sie bringen einen Bezugsberechtigten oder sie müssen uns die Wohnung besenrein zurückgeben. Auch Badezimmerfliesen und die Stuckdecken müssen weg!“, so der Wiener Wohnen-Mitarbeiter. Dass die beiden Schwestern die Wohnung als Erbe gar nicht angenommen hatten, dürfte dem Herrn offenbar entgangen sein…
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Top-Küche mit neuwertigem E-Herd usw

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Vorzimmer mit durchgehendem Einbauschrank.

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Biedermeierzimmer

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Badezimmer mit Designerfliesen und Waschautomat.