Wiener Wohnen: „Sumpf“ im Dunstkreis von SPÖ-Parteiobmann Ludwig

Der jüngste Rechnungshofbericht hat an der Tag gebracht, was WIFF-Wir für Floridsdorf seit Jahren anhand von Fallbeispielen kritisiert: „Wiener Wohnen“, zuständig für rund 220.000 Wiener Gemeindewohnungen und seit 2007 (!) im Verantwortungsbereich des neuen Wiener SPÖ-Parteiobmannes und Wohnen-Stadtrates Ludwig angesiedelt, gleicht einem „Sumpf“. Allein für das Jahr 2015 konstatierte der Rechnungshof einen Bilanzverlust von 833,67 Millionen (!) Euro.

Für die beiden „Wiener Wohnen“-erfahrenen WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald keine Überraschung: „Unsere Recherchen haben im Laufe der Jahre unglaubliche und für die Wiener Steuerzahler letztlich sündteure Fehlleistungen ans Tageslicht gebracht. Angefangen von Korruption bis zur Unfähigkeit handelnder Personen reicht die Palette, doch Ludwig war und ist den Geschehnissen stets einen, meist aber mehrere Schritte hinten nach“, so die beiden Bezirkspolitiker und führen zum Beweis einige drastische Fälle allein aus Floridsdorf an:
Sanierungsskandal in der Wohnhausanlage Siemensstraße 21 – 55.
 
Verrechnete, aber fehlende Wärmedämmung im Gemeindebau Berzeliusgasse.
Einbau von geförderten „behindertengerechten“ Aufzügen, die von den Bewohnern nur über jeweils acht bis zehn Stufen zu erreichen sind.
 
Teure Fehlleistungen bei der Sanierung mehrerer Gemeindebauten in der Prager Straße und in der Jedleseer Straße.
 
Skandalöse Langzeitsanierung der Wohnhausanlage Amperegasse.
„Diese Liste ist lediglich ein kurzer Auszug aus dem Sündenregister aus Ludwigs Verantwortungsbereich ‚Wiener Wohnen‘ und lässt wohl die nicht nur von uns gestellte Frage zu: Wie soll ein Politiker, der nachweislich nicht einmal den von ihm zu verantwortenden Bereich als Stadtrat im Griff hat, künftig die Geschicke einer Großstadt wie Wien erfolgreich lenken?“, so Schimanek und Turtenwald abschließend.