Wieviele alte Ölfässer liegen noch in der Alten Donau? Neue Bergungsaktion abgesagt!

Aus Furcht vor „schlechter Presse“: Umweltstadträtin Sima und die MA 45 blasen die Bergung weiterer (circa 30) Ölfässer aus der Alten Donau am Wochenende ab!

„Das schlägt dem Fass den Boden aus“, zeigt sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek darüber verwundert, dass Umweltstadträtin Sima und ihre MA 45 der Österreichischen Fischereigesellschaft die Bergung der noch immer auf dem Grund der Alten Donau liegenden alten Ölfässer im Zuge der Aktion „Wien räumt auf“ am kommenden Samstag untersagt hat. „Wir wollen damit einen schlechten Eindruck in der Öffentlichkeit vermeiden“, heißt es dazu aus der MA 45.

Am Samstag dürfen die freiwilligen Helfer der Fischereigesellschaft, die schon im Vorjahr mit Tauchern über hundert solcher zumeist schon durchgerosteter Fässer, zum Teil noch mit Öl-Resten als Inhalt, geborgen hatten, für die MA 45 lediglich die Standorte der Fässer markieren, „wir holen die Fässer dann zu einem späteren Zeitpunkt ohne Öffentlichkeit aus dem Wasser“, so ein Beamter der MA 45, der logischerweise nicht genannt werden will.

„Es ist schon ein Skandal an sich, dass die Frau Umweltstadträtin nicht schon vor Jahren den Auftrag erteilt hat, die Fässer zu bergen, sondern dieser üble Missstand sozusagen auf Raten behoben wird. An Peinlichkeit aber wohl unübertroffen ist das nunmehrige Verhalten von Frau Sima und ihrer MA 45, wobei man den Beamten allerdings zugute halten muss, dass sie über Auftrag ihrer Chefin handeln“, zeigt sich Schimanek empört. „Jetzt fehlt nur noch, dass die künftige Bergung der Fässer bei Nacht und Nebel erfolgt!“

HIER DIE VORGESCHICHTE:
Wieviele alte Ölfässer liegen noch in der Alten Donau? Weitere Bergungsaktion auch durch Aktivisten der Österr. Fischereigesellschaft. WIFF – Wir für Floridsdorf verurteilt „Bergung auf Jahresraten“ durch Sima&Co.
Im Rahmen der Aktion „Wien räumt auf“ werden Mitglieder und Freunde der Österreichischen Fischereigesellschaft am 26. April – nunmehr schon zum 3. Mal – im Wasser der Alten Donau nach dort illegal versenkten alten Ölfässern suchen. Allein im Vorjahr gelang es Obmann Alexander Harnisch und seinen Helfern, mehr als hundert solcher Fässer aus den Fluten zu bergen.
Recherchen von WIFF – Wir für Floridsdorf hatten ja schon im Jahr 2012 ergeben, dass die bereits leeren Fässer vor Jahren oft um nur zehn Schilling an Tankstellen oder Autowerkstätten gekauft worden waren, um  für die Stege u. a. von Bootsvermietungen als Schwimmer zu dienen. „Wenn die Fässer dann im Laufe der Zeit unansehnlich und rostig geworden sind, hat man sie – wie die bisher geborgenen Gebinde beweisen – einfach angestochen und versenkt“, so die beiden WIFF – Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.
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Skandalös sei, so Schimanek, die Vorgangsweise von Umweltstadträtin Sima und Beamten des Magistrats. Obwohl nämlich die MA 45 von der Österreichischen Fischereigesellschaft auf Hunderte im Wasser liegende Fässer bereits 2012 aufmerksam gemacht worden war, sei man die Räumung nur zögerlich angegangen. Und als Alexander Hanisch und sein Team 2013 mit Hilfe von Tauchern binnen weniger Stunden mehr als hundert Fässer, aus denen zum Teil noch Ölreste tropften, aus dem Wasser geholt hatten, gab es vom Magistrat als „Dankeschön“ eine Anzeige bei Polizei und Staatsanwaltschaft wegen „Vorsätzlicher Umwelt- und Gewässerverschmutzung“. Begründung: Durch die Bergung hätten sich an der Wasseroberfläche kleine Ölflecke gebildet. Es hat dann Monate gedauert, bis sich der Leiter der MA 45 für das Vorgehen seines Mitarbeiters entschuldigte, einige Monate später erfolgte dann auch seitens der Staatsanwaltschaft Wien die Einstellung des Verfahrens.
Aber auch eine Anzeige von WIFF – Wir für Floridsdorf bei der Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Gewässer- und Umweltverschmutzung wurde eingestellt. „Dies trotz der Tatsache, dass die MA 45 bereits im Jahr 2012 von den Ölfässern auf dem Grund der Alten Donau Kenntnis hatte und sich mit der Räumung Jahre lang Zeit gelassen hat“, so die beiden WIFF – Bezirksräte.
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Erstaunlich sei auch das Stillschweigen der Grünen in dieser Angelegenheit, so Schimanek. „Während sie sich zuletzt lautstark und durchaus berechtigt über Plastikmüll-Abfälle erregt haben, die schon im Jahr 2010 durch ein längst behobenes Leck auf dem Areal des Chemiekonzerns Borealis in Niederösterreich in die Donau gelangt waren, bleiben sie in der Wiener Causa „Ölfässer in der Alten Donau“ stumm. Da kenne sich noch einer aus, wofür diese Grünen stehen“.
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