WIFF-Antrag auf Mietreduktion für Bewohner der „10-Jahres-Baustelle“ in Jedlesee vom SPÖ-Vorsitzenden nicht zugelassen – WIFF-Bezirksrat verlässt aus Protest die Sitzung des Bezirksparlaments.

Mit einem Eklat begann am 15. September die Sitzung des Floridsdorfer Bezirksparlaments. Nachdem sich der Vorsitzende Dr. Gernot Nachtnebel (SPÖ) unter zustimmendem Abnicken seines Genossen Bezirksvorsteher Papai geweigert hatte, einen WIFF-Antrag betreffend die längst berüchtigte Gemeindebau-Dauergroßbaustelle in Jedlesee zur Diskussion und Abstimmung zuzulassen, verließ WIFF-Bezirksrat und Parteiobmann Hans Jörg Schimanek unter Protest die Sitzung.

Seine Begründung:  „Seit nunmehr  sieben Jahren leben rund 3000 Bewohner der großen Gemeinde-Wohnhausanlage zwischen Amperegasse und Ohmgasse in Jedlesee auf einer riesigen Dauerbaustelle unter widrigsten Verhältnissen und ohne jede Lebensqualität. Schon im Mai 2014 hatte der damalige Wohnen-Stadtrat und nunmehrige Bürgermeister Ludwig den Beginn der Sanierung mit dem 2. Quartal des Jahres 2014 angekündigt. Mit einem tatsächlichen Bauende ist allerdings frühestens Ende 2024 zu rechnen. Aus diesem Grund haben wir von WIFF für die Sitzung des Bezirksparlaments vom 15. September einen Antrag eingebracht, in dem Wohnen-Stadträtin und Vizebürgermeisterin Gaal (SPÖ) ersucht wird, „Wiener Wohnen“ zur Gewährung einer adäquaten Mietzinsreduktion für die Bewohner anzuhalten.

Ein Antrag, der bei der SPÖ offenbar Sorgenfalten auslöste und dem  letztlich vom Vorsitzenden Dr. Nachtnebel die Zulassung zur Behandlung und Abstimmung verweigert wurde. Diese Nichtzulassung begründete der SPÖ-Vorsitzende mit völlig unhaltbaren und vor allem auch eindeutig falschen Ausführungen und Begründungen und war von seiner Meinung auch nicht abbringen. Daher habe ich – um für die 3000 Bewohner der Skandalbaustelle ein Zeichen zu setzen – die Sitzung des Bezirksparlaments unter Protest verlassen“, so Schimanek und präsentiert hier eine Reihe von Beweisen für das eklatante Versagen von „Wiener Wohnen“ und dem ursprünglich mit der Durchführung des Projektes betrauten „roten“ Genossenschaft „Heimbau“.