WIFF-Appell an BV Papai: „Lassen Sie ihre Hände weg vom Kinzerplatz, der Pius Parsch-Platz ist schon schlimm genug!“

Seit SPÖ-Bezirksvorsteher Papai in der „Kronenzeitung“ über eine Tiefgarage auf dem Kinzerplatz „nachdenken“ durfte und dabei von einer „Erhöhung der Aufenthaltsqualität“ schwadronierte, herrscht vor allem bei umweltbewussten Bezirksbewohnern nicht nur in Donaufeld helle Aufregung.
 
„Angesichts der Betonwüste auf dem Pius Parsch-Platz, die vom Bezirksvorsteher nach wie vor als ‚Grünbereich‘ verkauft wird, kommen die Ideen Papai’s für den Kinzerplatz einer gefährlichen Drohung gleich“, warnen daher die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Ein sogenanntes „Wasserspiel“ und ein paar Bäume bzw. Grünbeete seien zu wenig, um vor allem in den Sommermonaten die Hitzeabstrahlung der riesigen Betonfelder auf dem Pius Parsch-Platz spürbar zu verringern.
 
„Ein ähnliches Szenario muss trotz der vielen dort parkenden Fahrzeuge auf dem herrlich grünen Kinzerplatz unbedingt verhindert werden. Zudem ist wohl fraglich, ob die Statik der unter Denkmalschutz stehende Pfarrkirche St. Leopold (Grundsteinlegung am 6. Juni 1905 im Beisein von Kaiser Franz Joseph I. und Bürgermeister Karl Lueger, Einweihung am 8. Juni 1914) durch die Errichtung einer Tiefgarage nicht gefährdet würde. Wir sind ja nicht grundsätzlich gegen ein solches Projekt, allerdings bedarf es hier wohl tausendprozentiger Sicherheiten für das Kirchenjuwel und einer ebensolchen Garantie für einen danach wieder ‚grünen‘ Kinzerplatz, so wie er sich derzeit trotz der vielen parkenden Autos präsentiert“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend. –
Fotos: Franz Hödl.