WIFF bietet Ziesel-Kompromiss: Ziesel bleiben wo sie sind – Bauträger bekommen Ersatzgrundstücke!

In wenigen Tagen soll es den Zieseln beim Stammersdorfer Heeresspital endgültig an den Kragen gehen. Zumindest auf circa einem Drittel des für Wohnbauten vorgesehenen Areals. WIFF – Wir für Floridsdorf schlägt nun einen Kompromiss vor: Lasst die streng geschützten Ziesel auf diesem Gelände endlich in Ruhe. Und die in diesem Fall schuldlosen Bauträger bekommen von der Stadt Wien ein Ersatzgrundstück. Außerdem fordert WIFF eine Prüfung der Grundstückstransaktionen durch den Rechnungshof.

Jahrelang zieht sich der Streit um die Zieselfelder am Marchfeldkanal nun schon hin. Die Ziesel stehen EU-weit unter strengen Naturschutz, sind auf Platz 1 der Roten Liste. Deshalb versuchen die Bauträger und diverse Einflüsterer permanent neue Methoden zu finden, die Ziesel „freiwillig“ zum Umsiedeln zu bringen. Bislang ist alles gescheitert, jetzt soll eine Zieselbrücke die Lösung sein. Trotz allem soll auf einem Teil des Geländes im Juli – unter fragwürdiger Naturschutzauslegung – mit den Bauarbeiten begonnen werden.

WIFF schlägt nun einen Kompromiss vor, mit dem alle Beteiligten leben könnten. Wenn es österreichisches und EU-Recht so vorsieht, sollten die Ziesel endlich ihre Ruhe haben. Das Natur-Gelände direkt am Marchfeldkanal muss nicht mit aller Gewalt zubetoniert werden. Da in diesem Fall die Bauträger allerdings unschuldig zum Handkuss kommen, sollte ihnen ein Ersatzgrundstück angeboten werden. So kann auch der wirtschaftliche Schaden minimiert werden. Denn immerhin haben hier eindeutig die Stadt Wien und die rot-grüne Koalition Schuld, dass dieses Grundstück unter falschen Voraussetzungen gekauft wurde.

Ziesel

“Man mag ja zum Thema “Ziesel” auf der einen und dem erforderlichen Wohnbau auf der anderen Seite stehen, wie immer man will. Dem Gesetz muss aber allemal Genüge getan werden. Und die geltenden gesetzlichen Vorgaben lassen eben eine Bautätigkeit im Bereich des Heeresspitals in Stammersdorf wegen der Zieselvorkommen nicht zu”, so WIFF-Parteiobmann Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.

Er sieht angesichts der “Randerscheinungen” rund um die Grundstückstransaktionen und die Umwidmung in Bauland dringenden Aufklärungsbedarf.
Schimanek: “Allein die Tatsache, dass die Fa. Mischek von insgesamt 12 Grundstückeigentümern eine Gesamtfläche von 68.141 m2 gekauft und am selben Tag mit einem Gewinn in Höhe von € 681.410 an die beiden Wohnbaugenossenschaften Kabelwerk und Donaucity verkauft hat, ist dringend aufklärungsbedürftig. Und völlig unverständlich ist, wie die Stadt Wien diese Grundflächen in Bauland umwidmen konnte, obwohl beim Magistrat die dortigen Zieselvorkommen längst bekannt waren. Ebenso bekannt wie das Faktum, dass diese Ziesel zu den europaweit höchst geschützten Tieren zählen. Und warum blieb anlässlich der Umwidmung die MA 22 als Umweltabteilung der Stadt mucksmäuschen still unter dem Tisch?”
WIFF – Wir für Floridsdorf fordert angesichts dieser ominösen Praktiken eine sofortige und lückenlose Prüfung durch den Rechnungshof.