WIFF: „Corona-Hilfe für Klein- und Mittelbetriebe wird zur Farce – Zuteilung durch WIKA ein teurer Fehler?“

Überbordende Bürokratie und gefühlte Ungerechtigkeiten bei der Genehmigung und Zuweisung von Hilfsgeldern für coronageschädigte Klein- und Mittelbetriebe lassen immer deutlicher werden, dass die von der Bundesregierung sozusagen als „Zwischenhändler“ mit der Abwicklung beauftragte Wirtschaftskammer den Anforderungen nicht gerecht werden kann.

Dazu unser WIFF-Vorschlag: „Abgesehen von der Tatsache, dass die WIKA ja nicht gratis tätig ist, könnte eine Abwicklung durch die Finanzbehörde weitaus effizienter und vor allem kostengünstiger erfolgen. Da die Finanz ja über alle Firmendaten verfügt, könnte man Hilfsanträge geradezu mittels Knopfdruck erledigen. Etwa durch Rücküberweisung von fünf bis zehn Prozent der für das Jahr 2020 vorgeschriebenen Steuervorauszahlungen und eine zeitlich begrenzten Stundung der noch ausstehenden Vorauszahlungen. Die genaue Prüfung und etwaige Erledigung von Hilfsanträgen der wenigen infolge vorheriger Investitionen vorauszahlungsfreien Unternehmen und der erst kürzlich gegründeten Firmen könnte durch eine eigene Finanzgruppe gesondert erfolgen“.
 
WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek abschließend: „Für eine Änderung der Vorgangsweise ist es noch nicht zu spät – vor allem könnten viele der zur Zeit schon als unausweichlich geltenden Betriebsschließungen in letzter Minute verhindert werden“.